Die evangelische Kirchengemeinde Langenfeld – eine Gemeinde mit Struktur

Drei Gemeindebezirke, vier Gemeindezentren, fünf Pfarrstellen – das alles und noch viel mehr gibt es in der einen Evangelischen Kirchengemeinde Langenfeld. Aber eins nach dem anderen:

Alle evangelischen Gemeindemitglieder Langenfelds gehören zu einer einzigen Kirchengemeinde, egal wo sie wohnen. Sie dürfen alle Angebote der Gemeinde wahrnehmen und sich in jeder Kirche zuhause wissen. Manchmal ist aber örtliche Nähe wichtig. Und die Arbeit von Pfarrerinnen und Pfarrern muss strukturiert geschehen. Darum ist die ganze Gemeinde untergliedert in fünf  Pfarrbezirke. Die Pfarrerinnen und Pfarrer der Gemeinde sind in ihrem Pfarrbezirk erste Adresse, wenn es um Seelsorge, Amtshandlungen oder Mitarbeit geht („Bezirkspfarrer“). Ein Straßenverzeichnis weist aus, welche Pfarrerin und welcher Pfarrer für die evangelischen Einwohner der Langenfelder Straßen zuständig ist. – Sie können sich aber jeder Pfarrerin und jedem Pfarrer anvertrauen, müssen sich auch nicht „abmelden“ bei Ihrem Bezirkspfarrer oder Ihrer Bezirkspfarrerin.

Gemeindebezirke sorgen für die gemeindliche Basisarbeit. Dazu gibt es Pfarrstellen (jede Pfarrstelle ist für ca. 2500 bis 3000 Gemeindemitglieder da), Gebäude und einen Bezirksausschuss, der die Gemeindearbeit leitet.

Gemeindekonzeption

Gemeindekonzeption (PDF) – Unsere Gemeinde – einladend, lebensnah, glaubwürdig

Menschenfeindlichkeit – nicht mit uns!

Die Langenfelder Kirchengemeinde äußert sich in Übereinstimmung mit dem Kirchenkreis Leverkusen zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Ein Text, der von Langenfelder Pfarrerinnen und Pfarren in die Diskussion gebracht wurde, fand jetzt breite Zustimmung in den kirchlichen Leitungsgremien, in denen mehrheitlich Presbyterinnen und Presbyter mitwirken.

Menschenfeindlichkeit – nicht mit uns!

Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde.
 (1. Mose / Genesis 1,27)

Unser Glaube lässt uns Menschen so sehen, wie sie von Gott gemeint sind: durch Christus geliebt und angenommen. Menschen sollen füreinander da sein und sich nicht als Feinde sehen. Mit diesem Grundsatz bekennen wir die Gleichheit und Gleichwertigkeit aller Menschen als Geschöpfe Gottes und ihre Gottesebenbildlichkeit. Ethnische, soziale, religiöse und geschlechtliche Grenzen werden nicht verwischt, sondern in ihrer jeweiligen Eigenart geachtet.

Daraus folgt: Unsere Tradition ist das freiheitliche und selbstverantwortliche Christentum. Wir lehnen jegliche Form der Bevormundung Andersdenkender ab. Wir nehmen Teil am interreligiösen Dialog unserer Städte. Wir verteidigen die religiöse Freiheit, wo immer sie angegriffen wird. Wir äußern uns öffentlich gegen Extremismus und Radikalismus. Wir wollen Menschen miteinander verbinden, nicht spalten. Dafür treten wir mutig und nachhaltig ein.

Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, nehmen wir offen an. Geflüchtete sind nicht schuld an ihrer Lage.

Wir glauben, dass Liebe von Gott gewollt wird. Das schließt alle ein, die hetero-, bi- oder transsexuell, lesbisch oder schwul lieben und leben. Darum bieten wir selbstverständlich nach der Ordnung unserer Kirche Trauungen von Ehepaaren unterschiedlichen oder gleichen Geschlechts an.

Wir lernen aus unserer deutschen Geschichte, dass Nationalegoismus, Antisemitismus, Sozialdarwinismus und Rassenvorstellungen falsch sind.

Wir fühlen uns verpflichtet, diese christliche Überzeugung in der Gesellschaft mit Worten und Taten zu vertreten.

Wir leben in einer Zeit, in der es weniger Christinnen und Christen in Deutschland gibt. Das sollte uns nicht schrecken. Wir glauben, dass jeder Mensch auf etwas vertraut. Darum suchen wir den Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen.

Wir sind begrenzt und brauchen unsere gegenseitige Ermutigung. Wir vertrauen auf Gottes Hilfe.

Kreissynode Leverkusen 15.11.2019 / Presbyterium Langenfeld 19.11.2019