Was lange währt..

Umbau Arbeiten an der Lukaskirche beginnen endlich Einen ungewohnten Anblick bieten im Moment das Gelände, aber auch der Innenraum der Lukaskirche und des Foyers. Nicht nur die veränderte Stuhlanordnung in Corona Zeiten, sondern auch seltsame Einbauten von Trennwänden, abgestellte Gegenstände, Bauzäune rund um das Zentrum und mehr.

Es war in den letzten Wochen des alten und den ersten Wochen des neuen Jahres nicht mehr zu übersehen, die Abriss- und Bauarbeiten am Gemeindezentrum Lukaskirche haben nun tatsächlich ihren Anfang genommen. Fleißig wurde von den Mitarbeitenden das Gemeindezentrum ausgeräumt, Bauzäune erstellt. Und nun steht der nächste Schritt an, d.h. das alte Gemeindezentrum wird bis zum Beginn des Kirchenfoyers abgerissen, an das dann im Anschluss zwei sog. „Kuben“ angebaut werden, d.h. zwei Erweiterungsbauten an das Foyer, die zukünftig einen Versammlungsraum, die Gemeindeküche, das Pfarrbüro und neue behindertengerechte Toilettenanlagen aufnehmen werden. In einem zweiten Bauabschnitt wird es dann auch Umbau Arbeiten im Foyer geben, so dass für die Gemeindearbeit ein weiterer Versammlungsraum nach Bedarf zur Verfügung steht.

Foto Wipperfürth

Zunächst bedeuten diese Bauarbeiten einige Einschränkungen für die Gemeindearbeit (wenn sie denn Corona bedingt wieder mit Präsenzveranstaltungen starten kann), d.h. wir werden mit einer provisorischen Trennwand in der Kirche leben, hinter der sich Materialien und Möbel verbergen, die wir zukünftig noch brauchen. In dieser Bauphase werden wir die Kirche, das Foyer und auch die Orgel aber noch nutzen können.

Umbau Lukaskirche Foto: Wipperfürth

Allerdings steht den Gemeindegliedern während der gesamten Bauzeit keine Toilettenanlage im Kirchraum oder Foyer zur Verfügung. Ausweichmöglichkeiten gibt es nur allerdings nicht behindertengerecht– in der Alten Schule. Es kann auch kühler in den Innenräumen sein, da nur ein Teil der Heizung funktioniert.

Doch diese Einschränkungen machen auch Lust und Vorfreude auf die dann hoffentlich in gut einem Jahr nutzbaren neuen, auch kleineren, aber vor allem modernisierten Gemeinderäume. Ich hoffe, dass wir diese dann im Jubiläumsjahr 2022, in dem die Lukaskirche 50 Jahre alt wird, mit neuen Ideen und frischem Leben füllen können.

Silke Wipperfürth

Fotos: Wipperfürth

Bilder der Küsterin Oxana Gittel

Erst im Jahre 1972 konnten die Richrather ihre eigene evangelische Kirche, die Lukaskirche – einweihen. Vor der Errichtung eines eigenen Gemeindehauses 1964 wurden sie von der Erlöserkirche in Immigrath mit betreut. Ab Februar 1964 wurde mit Pfarrerin Lene Bredt erstmals eine eigene Pfarrstelle in Richrath eingerichtet. Das Gemeindehaus diente zunächst noch als Gottesdienstraum, doch waren die Planungen für einen Kirchenbau bereits im Gange. Vorgesehen war eine freistehende Kirche mit Glockenturm.

Kaiserstr. 12
40764 Langenfeld (Richrath)

Telefon Gemeindezentrum
02173 – 7 08 57

Die Anregung, Gemeindehaus und Kirche in einem Komplex miteinander zu verbinden und so die Gemeindearbeit intensiver mit der Kirche zu verknüpfen, brachte Frau Pfarrerin Bredt 1966 von einer kirchlichen USA-Reise mit. Nach einem längeren Entscheidungsprozeß stimmten die Presbyter dem Vorschlag zu, und so legte Architekt Nathow einen neuen Entwurf vor. Dabei wurde nach eingehender Beratung auf einen Glockenturm und auf Glocken verzichtet, nicht zuletzt, da von der katholischen Martinuskirche ein sehr schönes Geläut zur Lukaskirche herüberschallt. Vielleicht liegen hier die ersten Ansätze für die gute ökumenische Zusammenarbeit zwischen den beiden Richrather Kirchen.

Lukaskirche Seitenblick
Lukaskirche aussen
Lukaskirche Turm
Lukaskirche Kreuz
Lukaskirche Tor
Lukaskirche Altar
Lukaskirche Taufbecken
Lukaskirche Altarblick
Lukaskirche Orgel
Lukaskirche Fensterreihe
Lukaskirche Brücke

1970 erfolgte die Grundsteinlegung der Kirche. Eine Tafel am Kircheneingang verweist darauf (1.Timotheus 4.10).
1972 wurde die Kirche eingeweiht und nach dem Evangelisten Lukas benannt. Die Verbindung zwischen Kirche und Arbeitswelt wird durch den Beitrag der Firma Mannesmann sichtbar, dem damals größten Arbeitgeber Langenfelds. Mannesmann stiftete besondere (nahtlose) Röhren, aus denen die Kreuze auf der Kirche und im Kircheninnern gefertigt wurden.

Von besonderem Wert ist die farbenprächtige, symbolreiche Fensterreihe der Lukaskirche. Sie ist ein Werk des niederländischen Glasmalers Henk Schilling. Er bezieht sich auf die biblische Heilsgeschichte, lässt aber in seinen abstrakten Bildern bewusst Raum für eigene Interpretationen.

Fotos: Volker Gutsmann