Ordination und Verabschiedung

Auf Wiedersehen und Gott befohlen!
31. Oktober 2014 um 17 Uhr Erlöserkirche

Matthias Ratz

Matthias Ratz

Liebe Gemeinde,
es ist Zeit, sich zu verabschieden. Nach mehr als zwei Jahren geht mein Vikariat in der Kirchengemeinde Langenfeld zu Ende. Am 11. September stehen meine letzten mündlichen Prüfungen im Rahmen des zweiten theologischen Examens an; danach endet der Vorbereitungsdienst. Bis Ende Oktober bleibe ich in Langenfeld.

Der krönende Abschluss soll meine Ordination sein – passend am Reformationstag, dem 31. Oktober 2014. Dazu lade ich Sie herzlich ein!

Danach geht es für zwei Jahre in den Probedienst. Dann darf ich mich endlich Pfarrer nennen. Noch kann ich mich nicht auf eine freie Pfarrstelle bewerben, sondern werde zunächst von der Landeskirche entsandt. Aller Voraussicht nach komme ich ins schöne, (aber) katholische Trier und werde dort schwerpunktmäßig die Konfirmandenarbeit verantworten. Auf diese neue Herausforderung freue ich mich sehr.

Doch ich gehe auch mit einem weinenden Auge. In Langenfeld habe ich eine gute Zeit gehab,t und werde Gemeinde und Stadt in positiver Erinnerung behalten.  Mit der Zeit bin ich immer mehr Teil dieser Gemeinde geworden und habe mich wohlgefühlt. Ich habe unterschiedlichste Gottesdienste erlebt und gehalten, Schüler und Konfirmanden unterrichtet, Menschen besucht, getauft, getraut und beerdigt, Kirchenmusik gehört, Sitzungen durchgestanden, Feste gefeiert und noch Vieles mehr erlebt.

Dabei habe ich mich der gesamten Gemeinde verbunden und verpflichtet gefühlt: In Mitte und Immigrath liegt mein Arbeitsschwerpunkt mit der Johannes- und Erlöserkirche, in Wiescheid die Grundschule, an der ich fast zwei Jahre unterrichtet habe, in Richrath wohne ich und in der Reusrather Martin-Luther-Kirche habe ich zumindest mehrere Male gepredigt. Nicht zuletzt habe ich in den Jahren viele Menschen kennengelernt, die mir wichtig geworden sind oder deren Begegnung in dem Moment gewinnbringend gewesen ist.

Es war eine Zeit, in der ich viel gelernt habe für mein Pfarrersein, aber auch ganz einfach für mich als Person. Ich denke, ich konnte mich in vielen Dingen weiterentwickeln. Die formale Ausbildung zum Pfarrer ist nun abgeschlossen, aber auf andere Arten und Weisen wird sie ein Leben lang weitergehen, bei jeder neuen Begegnung mit einem Menschen und in jeder neuen Ansprache durch Gott. Ich bin der Langenfelder Gemeinde sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich hier machen durfte. Ganz besonders geht dieser Dank natürlich an Andreas Pasquay, der mir ein guter Mentor gewesen ist, sowie an diejenigen, mit denen ich näher zusammengearbeitet habe und mit denen ich auch freundschaftlich verbunden bin und hoffentlich bleibe.

Wir Menschen sind die lebendigen Steine, die Gottes Gemeinde bauen (vgl. 1. Petrus 2). Ich bin froh, in den letzten zwei Jahren in Langenfeld eine „erbauliche“ Zeit erlebt zu haben.

Ihnen als Gemeinde wünsche ich Gottes Segen für alles, was die Zukunft bringt. „Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er (und sie) empfangen hat.“ (1. Petrus 4,10)

Ihr Vikar Matthias Ratz