In der Reihe „Erzählen, was mir am Herzen liegt“ wird das Leben des Schweizer Mystikers Nikolaus von der Flüe in einem Vortrag vorgestellt.

Die Zeitgenossen sahen in Nikolaus von der Flüe (1417 – 1487) einen „lebenden Heiligen“. Im Ranft war „Bruder Klaus“ als persönlicher Ratgeber und Friedensstifter aus dem In- und Ausland gesucht. Im Menschen Nikolaus von Flüe vereinen sich Mystiker und Praktiker.

Sein einfaches Radbild visualisiert sein Gottesbild: aus einem Punkt in der Mitte geht Gott aus, umfasst und durchdringt die ganze Schöpfung – dargestellt im Reifen und kehrt wieder zurück in die unteilbare Einheit. Der Dreifaltige Gott wird zum Drei-einen Gott. Das bedeutet für Bruder Klaus „Frieden“. Bruder Klaus erlebt im Drei-einen Gott den Urquell des Friedens.
In seinem praktischen Wirken lehrte er Gehorsam, auf einander horchen, die Kunst, einander einen Schritt entgegen zu gehen, miteinander zu sprechen und eine Lösung zu suchen. Einer Zivilisation der Fäuste stellt er eine Kultur des Aufeinander-Zugehens, einer Zivilisation des „Sich-Behauptens“ eine Kultur des „Sich-Einfühlens“ gegenüber. Bruder Klaus erbittet den Frieden mit Gott. Mit dem Frieden Gottes im Herzen wird er zum Friedensstifter unter den Menschen. Die Hochachtung und Verehrung überdauerte die Jahrhunderte und erlebte nochmals einen Aufschwung nach seiner Heiligsprechung im Jahr 1947. Heute entdecken auch kirchenferne Menschen diesen bedeutenden mittelalterlichen Mystiker neu.

Ausklang bei Brot und Wein.

Referentin: Leena Neubert-Putkonen (Kunstpädagogin i.R.), Taavetti, Finnland
Information: Sigrid Tietjen, 0 21 73 – 8 07 84

Wann: Am Donnerstag, den 26. Februar 2015, 19 Uhr bis 21.15 Uhr
Wo: Erlöserkirche, Hardt 23, 40764 Langenfeld

 

Grafik: von Diebold Schilling, upload Adrian Michael [Public domain], via Wikimedia Commons