Johanneskirche im CBT-Haus St.Franziskus
Eichenfeldstr. 19-21

40764 Langenfeld (Mitte)

Kontakt: Pfarrer Boecker

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Logo der CBT

Die Johanneskirche an der Stettiner Straße wurde am 29.1.2017 entwidmet. Grund sind Pläne der Gemeinde, das Grundstück zu veräußern und im Zuge einer vollständigen Neubebauung einen kleineren, mulitfunktionalen Gottesdienst- und Begegnungsraum zu schaffen.

Bis dieser Neubau bezogen werden kann, trifft sich die Gemeinde in der “Johanneskirche im CBT-Haus”. Das Wohnhaus St.Franzsikus der Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH (CBT) ist eine stationäre Altenhilfeeinrichtung. In einem geräumigen Gemeinschaftssaal ist die evangelische Gemeinde zu Gast.

Link zum Hausportrait des CBT-Hauses St.Franziskus

 

Bilder und Berichte vom letzten Gottesdienst in der Johanneskirche sowie Fragen und Antworten zum ganzen Prozess 

Wissenwertes über die Johanneskirche (1954-2017) und ihr Glockengeläut zum Hören

Die Glocken der Johanneskirche (6 Minuten, Aufnahme: Günter Friese):

 

Die Johanneskirche mit den Nebengebäuden wurde am 18. Juli 1954 im Zentrum der Stadt fertig gestellt. Den Turm erhielt die Kirche erst 1967. Hier hängen 3 Glocken.
Keine kleine „barocke“ Kirche, wie die in einer Stilrichtung des Klassizismus errichtete Martin-Luther-Kirche – keine trutzige Burg, wie die in romanische Formen erbaute Erlöserkirche – keine im modernen Stil erbaute, wie die Lukaskirche – sondern:Ansicht
eine schlichte Kirche, ohne großartige Schmuckelemente, ursprünglich nur mit einem kleinen Türmchen versehen (erst 1967 wurde der große Turm gebaut) – eine „Scheune“ – wie es manche, nicht abwertend, eher liebevoll, ausdrücken. Sie passt wohl auch eher zum wandernden Gottesvolk, das damals nur ein Zelt als Gottesdienstraum hatte.
Die Widmung für die Altarbibel der Kirche schrieb der damalige erste Bundespräsident Theodor Heuss. Das farbige runde Altarfenster ist – neben der Schlichtheit – der einzige Schmuck der Kirche.
Die Orgel der Johanneskirche aus dem Jahr 1954 ist die erste mechanische Schleifladenorgel der Firma Ernst Weyland, Leverkusen-Opladen.

1974 erhielt das Rückpositiv ein Gehäuse; das Gehäuse des Hauptwerks wurde vervollständig.
Die Prospektpfeifen aus Zink wurden ersetzt durch neue Pfeifen aus 75% Zinn.
Um mehr Platz zu schaffen für neue Möglichkeiten wurde die Johanneskirche 1973 umgebaut. Die Bänke verschwanden, die neuen Stühle waren schnell umzustellen. Dadurch war der Kirchenraum multifunktional zu nutzen. So konnte z. B. für Familiengottesdienste ein Halbkreis gebildet werden.
Ein einfacher Altarraum, seit 1985 erweitert und mit Schiefer ausgelegt, gab dem Raum, was Kirche zu einer Kirche macht: Altar, Kanzel und Tauftisch. Einzige künstlerische Ausgestaltung war das Fenster über dem Altar mit Kornähre und Kelch – Zeichen des Abendmahls.
1985 wurde das Gemeindezentrum um den Gemeindesaal und den großen Jugendbereich erweitert; und die Kirche selbst „öffnete” sich. Seit dieser Zeit konnten Faltwände geöffnet werden, um die dahinter liegende Fläche in den Kirchenraum einzubeziehen. Am Heiligabend und bei Konfirmationsgottesdiensten musste keiner mehr stehen oder draußen bleiben.
Zum 50jährigen Jubiläum (2004) des Gebäudes wurde in der Kirche ein Laufsteg für eine Modenschau aufgebaut und Moden aus den 50ern und den folgenden Jahrzehnten präsentiert.

Wichtig ist nicht das Gebäude, wichtig sind die Menschen. Sie füllten das Gebäude mit Sinn und Leben. So feierten wir in ihr gemeinsam den sonntäglichen Gottesdienst.
Aber auch Kirchenmusik und Gemeindeversammlungen fanden hier ihren passenden Rahmen. Besonders festlich stellte sich die Johanneskirche in der Adventszeit bei der „Adventsmusik bei Kerzenschein“ dar. (2. Advent)
Die Entwidmung am 29.1.2017 war ein Schritt in die neue Zukunft: hier soll Wohnbebauung entstehen sowie ein kleinerer, multifunktionaler Gottesdienstraum. Er soll der kleiner gewordenen Gemeinde auch in Zukunft ein Zuhause geben.

Die Glocken der Johanneskirche werden Dienstag, den 18.12.2018 ausgebaut

Das Traditionsunternehmen Petit & Gebr. Edelbrock Glocken- und Kunstguss-Manufaktur in Gescher (Westfalen) wird die drei Gussstahl-Glocken aus dem Turm ausbauen und über Weihnachten und Neujahr in seinen Räumen lagern, bis sie Anfang des neuen Jahres in die Ukraine geholt werden. Dort sollen sie bald wieder zum Gebet rufen: in der Klosterkirche zur Allerheiligen in Belaja Zerkov, ca 80 Km südlich von Kiew. Durch die Glockenbörse wurde das Kloster aufmerksam. Der Preis, den die Gemeinschaft aufbringen kann, entspricht ungefähr den Kosten für den Ausbau und die Vermittlung, die wir aufwenden. Die Kirchengemeinde macht keinen Gewinn ist jedoch froh, dass die Glocken weiterhin zum Gebet rufen. Sie werden in der Ukraine von Hand geläutet werden, weil das Kloster die Kosten für den Aufbau, Betrieb und die Wartung von Läutemaschine und Steuerung nicht aufbringen kann. Diese Anlagen übernimmt ein Elektriker, gegen Spende, und wird sie als Ersatzteillager nutzen, um andere Läutemaschinen in Stand zusetzen.

Am 9. März 1967 wurden die drei Glocken in den neu errichteten Turm gehängt. Sie tragen die Aufschrift “Friede”, “Freude” und “Liebe”, die in Galater 5,22 als Früchte des Geistes genannt werden. Sie sind 620, 465 und 300 kg schwer.

Auch die kleinere Bronzeglocke aus dem Dachreiter der Johanneskirche wird jetzt ausgebaut. Sie wird im Zentrum Erlöserkirche aufbewahrt und soll später einen Platz am neuen Gemeindezentrum erhalten.

Die Glocke stammt aus dem Jahr, als die Johanneskirche gebaut wurde, 1954. Sie trägt die Inschrift “Ich bin das Brot des Lebens” aus dem Johannesevangelium. Ursprünglich von Hand geläutet später automatisch, wurde sie 1967 stillgelegt, wegen befürchteter Schäden am Bau.

Damit werden die großen Baumaßnahmen der Ev. Kirchengemeinde an der Stettiner Straße einläutet. Das Presbyterium hat beschlossen das Zentrum an dem Standort zu verkleinern und, dass das Grundstück neu genutzt und bebaut werden soll. Ein Teilstück wird verkauft und mit 8 Sozialwohnungen bebaut, der größte Teil wird in Erbpacht vergeben. Dort entstehen 28 Eigentumswohnungen. Ein Teil, an der Stettiner Straße bleibt im Eigentum der Gemeinde. Dort wird ein Gebäude mit 8 Mietwohnungen unterschiedlicher Größe, und mit Gemeinderäumen im Erdgeschoss entstehen. Im Januar 2017, wurde die Johanneskirche entwidmet. Die Orgel hat eine Ungarische Gemeinde erworben, dort erklingt sie seit Oktober 2017 wieder.

Auch das runde Abendmahlsfenster wird im Laufe des Januar ausgebaut und aufbewahrt, bis es einen Ort im neuen Zentrum findet.

Mitte Januar sollen alle nötigen Verträge zwischen Kirchengemeinde und Bauträger unterzeichnet werden. Nach Vertragsunterzeichnung gehen die Arbeiten dann im Januar weiter: vor der Brutsaison müssen Bäume und Sträucher entfernt werden. Nach Erteilung der Baugenehmigung werden die Abbrucharbeiten voraussichtlich im März beginnen, ab Mitte 2019 die Bauarbeiten. Mitte 2021 sollen die neuen Gebäude bezugsfertig sein.

Foto Adressfeld: Volker Raettig
Alle anderen Fotos: Volker Gutsmann