Bericht von der Gemeindeversammlung 2017

Zukunft für die Evangelische Gemeinde
Harmonisch verlief die Gemeindeversammlung (am 12.11.2017), zu der Presbyteriumsvorsitzende Karin Seitz in die Erlöserkirche eingeladen hatte. Die rund 80 interessierten Gemeindemitglieder erfuhren, was das Presbyterium inzwischen geleistet hat, um die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde sicher zu stellen: Das Gemeindezentrum Erlöserkirche wurde umfangreich saniert. Im neu geschaffenen Gemeindebüro im Erdgeschoss sind zwei Mitarbeiterinnen für die Gemeindemitglieder erste Ansprechpartnerinnen. Mit dem früheren Gemeindeamt  erzielt die Gemeinde in Kürze Mieteinnahmen.

Gemeindezentrum Erlöserkirche nach der Renovierung

Die Johanneskirche ist fast geräumt. Wertvolles Inventar ist verkauft worden wie die Orgel, die nun in einer reformierte Kirche in Ungarn gebraucht wird. Zur Indienstnahme der Orgel waren einige Langenfelder nach Ungarn gefahren. Inzwischen gibt es konkrete Pläne, wie das große Gelände zwischen Stettiner Straße und Dietrich-Bonhoeffer-Straße gestaltet werden wird. Kirchmeister Wolfgang Honskamp berichtete, dass vier Gebäude neu entstehen: ein Haus auf verkauften Grund für sozialen Wohnungsbau, zwei Häuser mit Wohnungen im Erbbaurecht. Herzstück ist das neue Gemeindehaus, das mit 181 qm Nutzfläche etwas größer wird als anfangs geplant. Ein freundlicher Eingangsbereich mit Küche und ein teilbarer Saal (100 qm, 104 Sitzplätze) mit angenehmer 3m-Raumhöhe sollen wie ein Pfarrbüro der Gemeindearbeit in der Stadtmitte dienen. Unter demselben Dach werden acht attraktive Mietwohnungen realisiert, die der Gemeinde Einnahmen bringen.

In der Lukaskirche dauern die Planungen an. Das Gemeindezentrum wird verkleinert und modernisiert. Das Jugendhaus Alte Schule bleibt unverändert und auf dem großen Gelände entstehen weitere Gebäude, die vermietet werden.

Werte und Einnahmen für die kommende Generation
Die wichtigsten Ziele sind mit diesem Programm erreicht: Es bleiben vier Standorte für die Gemeindearbeit (zu den genannten die Martin-Luther-Kirche und das Gemeindehaus  in Reusrath). Die Gemeindehäuser sind modern und barrierefrei. Der Haushalt wird um jährlich ca. 140.000 € entlastet. Der Sanierungsstau von 2,1 Mio € wird behoben. “Wir schaffen Werte und Einnahmen für die kommende Generation”, schloss Kirchmeister Wolfgang Honskamp.

Die Gemeindeversammlung begann mit einem Gottesdienst, in dem der neue Chor Hosanna unter der Leitung von Esther Kim sang. Die jungen Stimmen begeisterten die Anwesenden und motivierten zu spontanem Beifall. In seiner Predigt betonte Pfarrer Andreas Pasquay, dass die Kirche eine klare Form braucht, um in der Welt zu wirken. “Christus hat keine Hände als unsere Hände”, und er empfahl, mit Toleranz, Großzügigkeit, Achtung, Freundschaft, Kreativität, Demut, Phantasie, Witz, Gastfreundschaft und Glauben das Reich Gottes “mitten unter uns” zu erwarten. Alle Pfarrerinnen und Pfarrer der Gemeinde wirkten in der Liturgie mit.

Alle Gemeindemitglieder hatten in der Versammlung die Möglichkeit, sich an Infoständen über die Diakonie-Sozialstation, die Kindertagesstätte und die Friedhöfe zu informieren. Es gab lebhafte Diskussionen, und Anregungen aus der Versammlung wird das Presbyterium beraten. Vorsitzende Karin Seitz informierte auch über besondere Veranstaltungen wie das Reformationsjubiläum, Konzerte und einen Freiluftgottesdienst.

 

 

 

Fotos: Volker Gutsmann und Gerhard Knaup