Gemeinde mit mir

Ergebnis der Presbyteriumswahl

Die Ev.Kirchengemeinde Langenfeld hat am 1.3.2020 ihre Leitung neu gewählt. Mit den Pfarrpersonen leiten 21 gewählte Gemeindemitglieder in den nächsten 4 Jahren die Gemeinde.

 

Presbyteriumswahl

„Gemeinde – mit mir“ – unter diesem Motto wählen evangelische Kirchengemeinden im Rheinland am 1.3.2020 ihre Presbyterien. Auch  in Langenfeld wird eine neue Gemeindeleitung bestimmt. Von 25 Kandidatinnen und Kandidaten werden 21 gewählt.  Alle Gemeindemitglieder ab 16 Jahren können wählen. Auch jüngere, konfirmierte Gemeindemitglieder sind wahlberechtigt.

Am Wahlsonntag, 1.3.2020, ist Urnenwahl von 10.30 bis 16.00 Uhr. In jedem evangelischen Gemeindezentrum wird an dem Tag ein besonderes Programm angeboten:

  • In der Lukaskirche, Kaiserstr. 12, gibt es um 11.00 Uhr einen Familiengottesdienst mit vielen Liedern.
  • In der Erlöserkirche, Hardt 23, wird im Gottesdienst um 11.00 Uhr besondere Kunst gezeigt: „Lumen Christi“ von Christoph Riemer, anschließend eine Aktion von ‚ertasteten Spuren‘.
  • In der Martin-Luther-Kirche, Trompeter Str. 36,  ist um 11.00 Uhr Gottesdienst, und bis 16.00 Uhr gibt es im Gemeindehaus Gesellschaftsspiele zum Mitmachen für alle, Getränke und Snacks.
  • In der Johanneskirche im CBT-Haus, Eichenfeldstr. 21, ist um 9.30 Uhr Gottesdienst, danach gibt es die Möglichkeit, sich die Pläne für das neue Gemeindezentrum an der Stettiner Straße anzusehen.

Wer nicht zur Urnenwahl gehen möchte, kann ganz einfach an der Briefwahl teilnehmen. Alle Wahlberechtigten haben Briefwahlunterlagen bekommen, die bis Freitag, 28.2.2020, 16.00 Uhr, bei der Gemeinde eingegangen sein müssen.

Warum sollten evangelische Christen wählen gehen?

Die Gemeinde wählt ihre Leitung selbst. Das ist ein elementarer demokratischer Akt. In evangelischen Gemeinden wird keine Leitungsperson ungefragt eingesetzt. Darum die herzliche Einladung und dringende Bitte: Wählen Sie!

Wie wird gewählt?

Durch Urnenwahl in den Gemeindezentren (am 1.3.2020 von 10.00 bis 16.00 Uhr) oder durch Briefwahl (bis zum 28.2.2020, 16.00 Uhr).

Warum gibt es in Langenfeld eine allgemeine Briefwahl?

Das Presbyterium hat beschlossen, dass allen Wahlberechtigten mit der Wahlbenachrichtigung Briefwahlunterlagen geschickt werden. Der Aufwand ist zwar hoch, aber damit soll es für viele einfacher sein, an der Wahl teilzunehmen.

Wie hoch ist erfahrungsgemäß die Wahlbeteiligung?

Zuletzt und ohne allgemeine Briefwahl mit 7 % sehr gering. Das Presbyterium hofft jetzt auf eine höhere Wahlbeteiligung. Das ist rechtlich zwar unerheblich, weil ein Presbyterium auch arbeiten kann, wenn es nur von wenigen gewählt wurde. Aber die Presbyterinnen und Presbyter wünschen sich eine deutliche Unterstützung ihres nicht immer einfachen Dienstes durch viele Gemeindemitglieder, die durch ihre Teilnahme an der Wahl zeigen: „Das ist mir wichtig, diesen Menschen gebe ich meine Stimme und unterstütze ihr Tun.“

Wer ist wahlberechtigt?

Gemeindemitglieder ab 16 Jahren bzw. konfirmierte Gemeindemitglieder. Alle Wahlberechtigen müssen im Wahlverzeichnis stehen. Im Zweifelsfall kann jedes Gemeindemitglied kontrollieren, ob es im Wahlverzeichnis steht. Vom 3. bis 23.2.2020 ist das zu den üblichen Öffnungszeiten im Gemeindebüro möglich (dienstags – donnerstags 10:00 – 12:00 Uhr, dienstags 15:00 – 17:00 Uhr).

Wer steht zur Wahl?

12 Frauen und 13 Männer zwischen 25 und 73 Jahren. Sie stellen sich im Gemeindebrief persönlich vor.

Wie sind die Stimmzettel strukturiert?

Auf dem Stimmzettel sind Kandidateinnen und Kandidaten für das Presbyteramt mit Namen und Bilder abgedruckt. 21 Personen stehen zur Wahl – Sie dürfen davon höchstes 18 wählen.

Auf der Rückseite werden beruflich Mitarbeitende ins Presbyterium gewählt. Vier Personen stehen zur Wahl – Sie dürfen höchstens drei wählen.

Was unterscheidet ''Presbyter/innen'' von ''beruflich Mitarbeitenden?''

Presbyterinnen und Presbyter sind Gemeindemitglieder, die nicht bei der Kirche angestellt sind, sondern rein ehrenamtlich mitarbeiten. Sie kommen aus unterschiedlichen Berufen oder sind nicht berufstätig. Das Presbyterium muss zu 3/4 aus Presbyterinnen und Presbytern sowie Pfarrpersonen bestehen.

„Beruflich Mitarbeitende“ sind bei der Kirchengemeinde angestellt. Sie wirken im Presbyterium auch ehrenamtlich mit und bringen die Sachkenntnis des kirchlichen Berufs direkt in die Beratung der Leitung ein. Sie sind keine Mitarbeitervertreter (dafür gibt es eine eigene Struktur). Beruflich Mitarbeitende können nicht im Vorsitz oder als Delegierte in der Kreissynode mitwirken.

Kann ein Stimmzettel ungültig sein?

Ja, und leider gibt es das bei jeder Wahl. Stimmzettel sind z.B. ungültig, wenn mehr Kreuzchen als erlaubt gemacht werden oder der Stimmzettel sonstige Beschriftungen enthält.

Erlaubt sind 18 Kreuzchen auf dem Stimmzettel „Presbyterinnen / Presbyter“ und 3 Kreuzchen auf dem Stimmzettel „Beruflich Mitarbeitende“.

Eine Briefwahl wird nicht berücksichtigt, wenn der Wahlschein fehlt oder die Unterlagen nicht rechtzeitig eingehen (Frist: 28.2.2020, 16.00 Uhr). Sie ist ungültig, wenn die Stimmzettel nicht im richtigen, verschlossenen Umschlag stecken.

Kann ich sowohl an der Briefwahl als auch an der Urnenwahl teilnehmen?

Natürlich nicht. Das ist unmöglich, weil die vollzogene Wahl im Wahlverzeichnis vermerkt wird. Jede und jeder hat eine Stimme.

Kann ich mir bei der Wahl helfen lassen?

Hilfsbedürftige können eine Person ihres Vertrauens bitten, sie bei der Wahl zu unterstützen. In den Briefwahlunterlagen ist dazu eine Erklärung auszufüllen.

Wie demokratisch ist die Kirche?

Die Kirche und alle Verantwortungsträger sind an Bibel, Bekenntnis und die Ordnungen der Kirche gebunden. Sie sind in dem Rahmen frei in ihrer Entscheidung. Im Presbyterium werden Funktionen wie die des Vorsitzes oder des Kirchmeisteramtes mit einfacher Mehrheit beschlossen. Auch die Delegation in die nächste kirchliche Leitungsebene, die Kreissynode, geschieht durch Mehrheitswahl. Das Prinzip setzt sich fort von der Ortsgemeinde bis zum Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Leitung geschieht immer auf Zeit und immer in Gemeinschaft von Pfarrpersonen und gewählten Gemeindemitgliedern; letztere sind in allen Gremien in der Mehrheit.

Warum gibt es keinen Wahlkampf?

Weil es keine Parteien gibt und ein Presbyterium kein Parlament ist, in dem Regierung und Opposition einander gegenüber stehen und die einen die anderen kontrollieren. Ein Presbyterium ist eher mit einer Regierung zu vergleichen, die zu einmütigen Beschlüssen kommen soll. Die gemeinsame Leitung ist das Ziel, und bei unterschiedlichen Ansichten, die es in jedem Presbyterium gibt, ist ein Ausgleich anzustreben, kein Abstimmungssieg der einen über die anderen.

Warum gibt es im Zusammenhang mit der Wahl Gottesdienste?

Um den geistlichen Charakter der Presbyteriumswahl zu betonen. Presbyterinnen und Presbyter haben ein geistliches Amt. Im Gottesdienst wird gemeinsam Gott gelobt und um Gottes Beistand gebeten. Das passt gut zur Leitung einer evangelischen Gemeinde.

Wann erfahre ich das Wahlergebnis?

Am Abend des Wahlsonntags, 1.3.2020, tritt das Presbyterium zusammen und stellt das Wahlergebnis fest. Danach wird es in den Gottesdiensten abgekündigt, in den Gemeindezentren ausgehängt, auf der Homepage und im Gemeindebrief veröffentlicht.

Wann werden die Gewählten eingeführt?

Am Sonntag, 22. März 2020, im Gottesdienst um 11.00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche. Beim anschließenden Empfang können Gemeindemitglieder ihrer neuen Leitung gratulieren.

Wie lautet das Presbytergelübde?

„Seid ihr bereit, das euch übertragene Amt in der Leitung unserer Kirche im Gehorsam gegen das Wort Gottes, wie es ausgelegt wird in den Bekenntnissen unserer Kirche und aufs Neue bezeugt ist in der Barmer Theologischen Erklärung, sorgfältig und treu auszuüben?

Versprecht ihr, über Lehre und Ordnung unserer Kirche zu wachen, bei allen euch anvertrauten Aufgaben und Diensten die geltenden Ordnungen unserer Kirche zu beachten und in allem danach zu trachten, dass die Kirche auf dem Wege der Nachfolge Christi, ihres einen Hauptes, bleibe?“

Darauf antworten sie: „Ja, mit Gottes Hilfe.“

Geht bei der Wahl alles mit rechten Dingen zu?

Die kirchliche Verwaltung sorgt für den rechtskonformen Ablauf der Wahl. Bei der Urnenwahl gibt es Wahlkabinen. Am Wahlsonntag führen unabhängige Wahlvorstände die Urnenwahl durch und zählen die Stimmzettel der Urnen- und Briefwahl öffentlich aus. Das Wahlergebnis wird dokumentiert und veröffentlicht. Bis 12.3.2020 kann beim Kreissynodalvorstand Widerspruch  eingelegt werden, falls gegen Bestimmungen des Presbyterwahlgesetzes verstoßen wurde.

Was ist ein Presbyterium?

Das Leitungsorgan der Kirchengemeinde. Es entscheidet über die Mitarbeiter- und Pfarrstellen, über Gebäude und den Finanzhaushalt, über Gottesdienste, die Konzeption und die Entwicklung einer Gemeinde. Ihm gehören mehrheitlich gewählte ehrenamtliche Gemeindemitglieder an, in Langenfeld künftig 18 Personen und drei Mitarbeiterpresbyter/innen. Gemeinsam mit den Pfarrern und Pfarrerinnen verantworten sie maßgeblich das Gemeindeleben.

Wer kann Presbyterin oder Presbyter werden?

Gemeindemitglieder zwischen 18 und 75 Jahren. Es werden Menschen gebraucht, denen die Gemeinde und ihre Entwicklung am Herzen liegt. Erfahrungen z.B. aus dem Berufsleben sind bei vielen Themen sehr hilfreich, ebenso gesunder Menschenverstand und die Bereitschaft, auch vermeintlich „dumme“ Fragen zu stellen. In einer großen Gemeinde gibt es viele Sichtweisen und Interessen, auch gegensätzliche. Da ist oft auch Geduld gefragt, die Bereitschaft, sich in andere Sichtweisen hinein zu versetzten und Kontroversen auszuhalten.

Welche Unterstützung gibt es?

Alle Mitglieder des Presbyteriums haben Anspruch auf vollständige und umfassende Informationen und können kostenfrei an Fortbildungen teilnehmen. Das Verwaltungsamt des Kirchenkreises berät das Presbyterium in rechtlichen Fragen.

Wie viel Zeit erfordert das Amt?

Neben den ca. monatlich stattfindenden Sitzungen ist auch Zeit für das Lesen von Sitzungsvorlagen und Protokollen einzuplanen. Jede Mitarbeit in einem weiteren Ausschuss oder in einer Beauftragung bringt weiteren Zeitaufwand mit sich.

Link-Tipp: https://presbyteriumswahl.de

 

 

Gemeinde mit mir – Presbyteriumswahl

(2.10.2019) Die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten für die Presbyteriumswahl 2020 war erfolgreich. Herzlichen Dank an über 20 Männer und Frauen, die für die neue Gemeindeleitung kandidieren. Weitere Kandidatinnen und Kandidaten können bei der Gemeindeversammlung am 10.11.2019 vorgeschlagen werden. Diese müssen an der Gemeindeversammlung persönlich anwesend sein.

Im Januar erhalten alle wahlberechtigten Gemeindemitglieder die Wahlbenachrichtigungen. Damit können Sie am 1.3.2020 in den Gemeindehäusern an der Presbyteriumswahl teilnehmen (Urnenwahl). Beachten Sie bitte die Hinweise auf der Benachrichtigung.

Briefwahl ist möglich und wird dadurch erleichtert, dass allen Wahlberechtigten mit der Wahlbenachrichtigung im Januar die kompletten Briefwahlunterlagen zugeschickt werden. Beachten Sie bitte die Hinweise, z.B. müssen Sie den Stimmzettel in den Briefwahlschein stecken und rechtzeitig abschicken. Formfehler würden dazu führen, dass Stimmen ungültig wären – das wäre schade. Wir erhoffen uns eine starke Wahlbeteiligung und rufen alle auf, ihre Stimme für das Presbyterium abzugeben damit die Gewählten wissen, dass viele in der Gemeinde hinter ihnen stehen und sie in ihrem nicht immer nur leichten Dienst unterstützen.

Grafik: EKiR

Fragen an eine erfahrene Presbyterin

Renate Scholz, Presbyterin

Was gefällt Ihnen am Presbyteramt?

Die reichhaltigen Erfahrungen mit Menschen, die Herausforderung bei der Gremienarbeit, die Auseinandersetzung mit meinem Glauben, das Miteinander.

Was sollte eine Presbyterin an persönlichen Voraussetzung mitbringen?

Flexibilität und Zeit, eine offene und freundliche Gesinnung gegenüber der Kirche, Verantwortungsbewusstsein, die Bereitschaft, Zeit zu opfern – auch mal zu Lasten des Privatlebens.