Europa in Langenfeld 2018: Österreich

Projektverantwortliche von Citymanagement, Stadtbücherei, Stadtmuseum, Schauplatz, Volkshochschule und Evangelischer Kirche. Mitte: Bürgermeister Frank Schneider

Servus Österreich – Willkommen Österreich in Langenfeld

Die Evangelische Kirchengemeinde Langenfeld beteiligt sich mit einem Malworkshop zu Hundertwasser an dem städtischen Jahresthema Österreich. Bürgermeister Frank Schneider und Verantwortliche des Projekts, darunter Pfarrer Christof Bleckmann, stellten im Gemeidehaus in Reusrath das Programm vor.

Österreich steht für die Deutschen unter den Top drei Reiseländern. Oft verbinden wir Skifahren und Wandern mit Österreich. Aber schaut man tiefer hin, lässt sich neben der breiten und jahrhundertealten  Kultur des früheren Vielvölkerstaates ein abwechslungsreiches Land entdecken. Nicht ohne Grund schreiben sich die Österreicher selber einen gewissen Hang zu Genuss, Schönheit und Kultiviertheit zu, die für sie auch Antriebskraft sind und waren. Dies lässt sich musikalisch, künstlerisch, architektonisch oder kulinarisch vielfältig erleben. Mit „Servus Österreich“ beginnt schon im Januar die traditionelle Reise in ein Mitgliedsland der Europäischen Union, und bis zum Jahresende wird die 11. Auflage des Jahresprojektes „Europa in Langenfeld“ vieles Wissenswertes und Spannendes bieten können.

Zu erwarten gibt es sicherlich mehr als Sissi, Wandern am Großglockner, Skisport oder Wiener Schnitzel.

Phantasischer Realismus
Wie wäre es z. B. mit einer Ausstellung im Stadtmuseum, mit Werken von Ernst Fuchs, der als Nachkriegskünstler die sog. „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ prägte. Aber auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz: Zu Wien und Österreich zählen traditionell Torten und Kuchen, die Zeit der schweren Cremetorten sind zwar vorüber, heute zählt der natürliche Geschmack, leicht und nicht zu süß, aber dennoch einfach zu machen, so soll es sein. Durch das mächtige Kaiserreich ist die österreichische Küche mit böhmischen und ungarischen Einflüssen stark durchzogen. In Kursen der VHS wird beides vorgestellt und ausprobiert, bis dann zum Ende der Sommerferien die Schlemmermeile „Servus Österreich“ sagt.

Dass die Wiener Kaffeehäuser aber auch noch weitere Funktionen hatten, zeigt ein Vortrag, der VHS. Sie ermöglichten den freien Gedanken- und Meinungsaustausch über Kunst und neue Ideen, Literatur und Politik und mittendrin die Frauen der „Wiener Moderne“.

Hundertwasserstil

Bild von Hanna Paulsen Ohme, gemalt im Stil von Friedensreich Hundertwasser

Hundertwasser
Wer kennt sie nicht, die teilweise lustig anmutenden, nie gerade und symmetrisch stehenden bunten Häuser, Bahnhöfe, Kindergärten und Galerien von Friedensreich Hundertwasser in deutlichen Farben und weichen Formen, die oft kindlich und fantasievoll wirken. Ein Malworkshop der evangelischen Kirche greift das Werk des 2000 verstorbenen Künstlers und Architektens auf.

Das Themenjahr „Servus Österreich“ wird aber auch politische Aspekte der Gegenwart und Geschichte nicht auslassen. So wird die aktuelle Lage des Landes, die Konfliktlinien, die sich aus der Flüchtlingsproblematik entwickeln und der Umgang mit dem erstarkten nationalliberalen Lager Teil eines Vortrags- und Gesprächsabends sein. Aber auch der Einfluss der Habsburger Regentin Maria Theresia auf die Entwicklung eines modernen Staatswesens im 18. Jahrhundert wird beleuchtet.

Organisiert wird diese “kulturelle Reise” von den Kooperationspartnern und Veranstaltern des Projektes „Servus Österreich“. Diese sind im ersten Halbjahr die vhs Langenfeld, die Jugendkunstschule, das Citymanagement Langenfeld, die Schauplatz GmbH, die Stadtbibliothek Langenfeld, das Stadttheater Langenfeld, das Stadtmuseum, der Wasserburg Haus Graven e. V., die IG Stadtfest, die Evangelische Kirchengemeinde Langenfeld und KOMMIT e. V..

Text: Citymanagement/Bleckmann
Foto und Grafik: Citymanagement
Hundertwasser-Bild: Hanna Paulsen-Ohme

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