Ergebnisse der Presbyteriumswahl

(Aktualisiert 18.3.2020)

In der Kirchengemeinde hat am 1. März 2020 die Neuwahl des Presbyteriums stattgefunden.

Das Wahlverfahren dauerte etwa ein halbes Jahr. Es hatten sich so viele Kandidatinnen und Kandidaten gefunden, dass die Gemeindemitglieder wählen konnten, wer in Zukunft die Gemeinde leiten soll. In vielen anderen Kirchengemeinden wurde die Leitung ohne Brief- oder Urnenwahl gebildet, weil es nicht mehr Kandidaten als Plätze im Presbyterium gab.

Wahlberechtigt waren rund 12.400 evangelische Christinnen und Christen in Langenfeld. Das Wahlalter liegt bei 16 Jahren. Es durften auch Jüngere mitwählen, wenn sie konfirmiert sind, also 14- und 15-jährige.

Im Gemeindebrief hatten sich die Kandatinnen und Kandidaten kurz vorgestellt. Auch bei einer Gemeindeversammlung im November 2019 konnten alle die Kandidatinnen und Kandidaten persönlich kennenlernen und befragen.

Die Kirchengemeinde Langenfeld hat die allgemeine Briefwahl durchgeführt. Alle Wahlberechtigten bekamen im Januar die Wahlunterlagen zugeschickt.

Am Wahlsonntag, 1.3.2020, gab es in allen evangelischen Kirchen besondere Gottesdienste und Angebote, die aus dem Wahltag einen Tag der Begegnung machten.

Insgesamt haben 1.636 Gemeindemitglieder ihre Stimme abgegeben. Damit liegt die Wahlbeteiligung bei 13,2 %, was im Vergleich zu politischen Wahlen wenig ist. Im Vergleich zur Wahlbeteiligung der letzten Presbyteriumswahl 2016, 5,8 %, ist das Ergebnis sehr erfreulich! Die Gemeinde dankt allen, die sich beteiligt haben.

Im Hintergrund haben unabhängige Wahlvorstände ganze Arbeit geleistet: sie haben die über 1.000 Briefwahlunterlagen geprüft und am Wahlsonntag die Urnenwahl an vier Orten durchgeführt. Das Auszählen der vielen Stimmen dauerte bis in die Abendstunden. Noch am Wahlabend stellte das Presbyterium das Ergebnis fest:

Folgende Personen sind gewählt:
Presbyterinnen/Presbyter
Herr Hans A. Baumgart
Frau Dagmar Berndt
Herr Sven Fobel
Frau Brigitte Frank
Frau Birgit Hardt
Herr Gerd Heidchen
Frau Annette Holterbosch
Herr Wolfgang Honskamp
Herr Philipp Klee
Frau Marie-Luise Laake
Herr Wolfgang Lepper
Frau Dr. Julia Luzius
Herr Lothar Marienhagen
Herr Dr. Peter Porschewski
Herr Alexander Pütter
Frau Ingrid Ruch
Frau Andrea Schröder
Frau Karin Seitz

beruflich Mitarbeitende
Frau Juliane Müller
Frau Katja Petzel-Kriegisch
Frau Nadine Sohn

Das detaillierte Wahlergebnis wird ab dem 9. März 2020 in den Schaukästen der Kirchen bekannt gegeben.

Es existiert auf das Recht auf Beschwerde, falls jemand Bedenken gegen das Wahlverfahren hat. Wenden Sie sich hierzu bis 12.3.2020 an unser Gemeindebüro, Hardt 23, 40764 Langenfeld, Tel. 02173-92770.

Die Gewählten werden im Gottesdienst in ihr Amt eingeführt. Ein Termin wird genannt, wenn nach der Corona-Krise Gottesdienste in den Kirchen wieder möglich sind. Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Die Gemeinde dankt allen, die für die Wahl kandidierten. Sie wünscht den Gewählten Gottes Segen für ihren Dienst.

Warum sollten evangelische Christen wählen gehen?

Die Gemeinde wählt ihre Leitung selbst. Das ist ein elementarer demokratischer Akt. In evangelischen Gemeinden wird keine Leitungsperson ungefragt eingesetzt. Darum die herzliche Einladung und dringende Bitte: Wählen Sie!

Wie wird gewählt?

Durch Urnenwahl in den Gemeindezentren (am 1.3.2020 von 10.00 bis 16.00 Uhr) oder durch Briefwahl (bis zum 28.2.2020, 16.00 Uhr).

Warum gibt es in Langenfeld eine allgemeine Briefwahl?

Das Presbyterium hat beschlossen, dass allen Wahlberechtigten mit der Wahlbenachrichtigung Briefwahlunterlagen geschickt werden. Der Aufwand ist zwar hoch, aber damit soll es für viele einfacher sein, an der Wahl teilzunehmen.

Wie hoch ist erfahrungsgemäß die Wahlbeteiligung?

Zuletzt und ohne allgemeine Briefwahl mit 7 % sehr gering. Das Presbyterium hofft jetzt auf eine höhere Wahlbeteiligung. Das ist rechtlich zwar unerheblich, weil ein Presbyterium auch arbeiten kann, wenn es nur von wenigen gewählt wurde. Aber die Presbyterinnen und Presbyter wünschen sich eine deutliche Unterstützung ihres nicht immer einfachen Dienstes durch viele Gemeindemitglieder, die durch ihre Teilnahme an der Wahl zeigen: „Das ist mir wichtig, diesen Menschen gebe ich meine Stimme und unterstütze ihr Tun.“

Wer ist wahlberechtigt?

Gemeindemitglieder ab 16 Jahren bzw. konfirmierte Gemeindemitglieder. Alle Wahlberechtigen müssen im Wahlverzeichnis stehen. Im Zweifelsfall kann jedes Gemeindemitglied kontrollieren, ob es im Wahlverzeichnis steht. Vom 3. bis 23.2.2020 ist das zu den üblichen Öffnungszeiten im Gemeindebüro möglich (dienstags – donnerstags 10:00 – 12:00 Uhr, dienstags 15:00 – 17:00 Uhr).

Wer steht zur Wahl?

12 Frauen und 13 Männer zwischen 25 und 73 Jahren. Sie stellen sich im Gemeindebrief persönlich vor.

Wie sind die Stimmzettel strukturiert?

Auf dem Stimmzettel sind Kandidateinnen und Kandidaten für das Presbyteramt mit Namen und Bilder abgedruckt. 21 Personen stehen zur Wahl – Sie dürfen davon höchstes 18 wählen.

Auf der Rückseite werden beruflich Mitarbeitende ins Presbyterium gewählt. Vier Personen stehen zur Wahl – Sie dürfen höchstens drei wählen.

Was unterscheidet ''Presbyter/innen'' von ''beruflich Mitarbeitenden?''

Presbyterinnen und Presbyter sind Gemeindemitglieder, die nicht bei der Kirche angestellt sind, sondern rein ehrenamtlich mitarbeiten. Sie kommen aus unterschiedlichen Berufen oder sind nicht berufstätig. Das Presbyterium muss zu 3/4 aus Presbyterinnen und Presbytern sowie Pfarrpersonen bestehen.

„Beruflich Mitarbeitende“ sind bei der Kirchengemeinde angestellt. Sie wirken im Presbyterium auch ehrenamtlich mit und bringen die Sachkenntnis des kirchlichen Berufs direkt in die Beratung der Leitung ein. Sie sind keine Mitarbeitervertreter (dafür gibt es eine eigene Struktur). Beruflich Mitarbeitende können nicht im Vorsitz oder als Delegierte in der Kreissynode mitwirken.

Kann ein Stimmzettel ungültig sein?

Ja, und leider gibt es das bei jeder Wahl. Stimmzettel sind z.B. ungültig, wenn mehr Kreuzchen als erlaubt gemacht werden oder der Stimmzettel sonstige Beschriftungen enthält.

Erlaubt sind 18 Kreuzchen auf dem Stimmzettel „Presbyterinnen / Presbyter“ und 3 Kreuzchen auf dem Stimmzettel „Beruflich Mitarbeitende“.

Eine Briefwahl wird nicht berücksichtigt, wenn der Wahlschein fehlt oder die Unterlagen nicht rechtzeitig eingehen (Frist: 28.2.2020, 16.00 Uhr). Sie ist ungültig, wenn die Stimmzettel nicht im richtigen, verschlossenen Umschlag stecken.

Kann ich sowohl an der Briefwahl als auch an der Urnenwahl teilnehmen?

Natürlich nicht. Das ist unmöglich, weil die vollzogene Wahl im Wahlverzeichnis vermerkt wird. Jede und jeder hat eine Stimme.

Kann ich mir bei der Wahl helfen lassen?

Hilfsbedürftige können eine Person ihres Vertrauens bitten, sie bei der Wahl zu unterstützen. In den Briefwahlunterlagen ist dazu eine Erklärung auszufüllen.

Wie demokratisch ist die Kirche?

Die Kirche und alle Verantwortungsträger sind an Bibel, Bekenntnis und die Ordnungen der Kirche gebunden. Sie sind in dem Rahmen frei in ihrer Entscheidung. Im Presbyterium werden Funktionen wie die des Vorsitzes oder des Kirchmeisteramtes mit einfacher Mehrheit beschlossen. Auch die Delegation in die nächste kirchliche Leitungsebene, die Kreissynode, geschieht durch Mehrheitswahl. Das Prinzip setzt sich fort von der Ortsgemeinde bis zum Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Leitung geschieht immer auf Zeit und immer in Gemeinschaft von Pfarrpersonen und gewählten Gemeindemitgliedern; letztere sind in allen Gremien in der Mehrheit.

Warum gibt es keinen Wahlkampf?

Weil es keine Parteien gibt und ein Presbyterium kein Parlament ist, in dem Regierung und Opposition einander gegenüber stehen und die einen die anderen kontrollieren. Ein Presbyterium ist eher mit einer Regierung zu vergleichen, die zu einmütigen Beschlüssen kommen soll. Die gemeinsame Leitung ist das Ziel, und bei unterschiedlichen Ansichten, die es in jedem Presbyterium gibt, ist ein Ausgleich anzustreben, kein Abstimmungssieg der einen über die anderen.

Warum gibt es im Zusammenhang mit der Wahl Gottesdienste?

Um den geistlichen Charakter der Presbyteriumswahl zu betonen. Presbyterinnen und Presbyter haben ein geistliches Amt. Im Gottesdienst wird gemeinsam Gott gelobt und um Gottes Beistand gebeten. Das passt gut zur Leitung einer evangelischen Gemeinde.

Wann erfahre ich das Wahlergebnis?

Am Abend des Wahlsonntags, 1.3.2020, tritt das Presbyterium zusammen und stellt das Wahlergebnis fest. Danach wird es in den Gottesdiensten abgekündigt, in den Gemeindezentren ausgehängt, auf der Homepage und im Gemeindebrief veröffentlicht.

Wann werden die Gewählten eingeführt?

Die Gewählten werden im Gottesdienst in ihr Amt eingeführt. Ein Termin wird genannt, wenn nach der Corona-Krise Gottesdienste in den Kirchen wieder möglich sind. Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Wie lautet das Presbytergelübde?

„Seid ihr bereit, das euch übertragene Amt in der Leitung unserer Kirche im Gehorsam gegen das Wort Gottes, wie es ausgelegt wird in den Bekenntnissen unserer Kirche und aufs Neue bezeugt ist in der Barmer Theologischen Erklärung, sorgfältig und treu auszuüben?

Versprecht ihr, über Lehre und Ordnung unserer Kirche zu wachen, bei allen euch anvertrauten Aufgaben und Diensten die geltenden Ordnungen unserer Kirche zu beachten und in allem danach zu trachten, dass die Kirche auf dem Wege der Nachfolge Christi, ihres einen Hauptes, bleibe?“

Darauf antworten sie: „Ja, mit Gottes Hilfe.“

Geht bei der Wahl alles mit rechten Dingen zu?

Die kirchliche Verwaltung sorgt für den rechtskonformen Ablauf der Wahl. Bei der Urnenwahl gibt es Wahlkabinen. Am Wahlsonntag führen unabhängige Wahlvorstände die Urnenwahl durch und zählen die Stimmzettel der Urnen- und Briefwahl öffentlich aus. Das Wahlergebnis wird dokumentiert und veröffentlicht. Bis 12.3.2020 kann beim Kreissynodalvorstand Widerspruch  eingelegt werden, falls gegen Bestimmungen des Presbyterwahlgesetzes verstoßen wurde.

Was ist ein Presbyterium?

Das Leitungsorgan der Kirchengemeinde. Es entscheidet über die Mitarbeiter- und Pfarrstellen, über Gebäude und den Finanzhaushalt, über Gottesdienste, die Konzeption und die Entwicklung einer Gemeinde. Ihm gehören mehrheitlich gewählte ehrenamtliche Gemeindemitglieder an, in Langenfeld künftig 18 Personen und drei Mitarbeiterpresbyter/innen. Gemeinsam mit den Pfarrern und Pfarrerinnen verantworten sie maßgeblich das Gemeindeleben.

Wer kann Presbyterin oder Presbyter werden?

Gemeindemitglieder zwischen 18 und 75 Jahren. Es werden Menschen gebraucht, denen die Gemeinde und ihre Entwicklung am Herzen liegt. Erfahrungen z.B. aus dem Berufsleben sind bei vielen Themen sehr hilfreich, ebenso gesunder Menschenverstand und die Bereitschaft, auch vermeintlich „dumme“ Fragen zu stellen. In einer großen Gemeinde gibt es viele Sichtweisen und Interessen, auch gegensätzliche. Da ist oft auch Geduld gefragt, die Bereitschaft, sich in andere Sichtweisen hinein zu versetzten und Kontroversen auszuhalten.

Welche Unterstützung gibt es?

Alle Mitglieder des Presbyteriums haben Anspruch auf vollständige und umfassende Informationen und können kostenfrei an Fortbildungen teilnehmen. Das Verwaltungsamt des Kirchenkreises berät das Presbyterium in rechtlichen Fragen.

Wie viel Zeit erfordert das Amt?

Neben den ca. monatlich stattfindenden Sitzungen ist auch Zeit für das Lesen von Sitzungsvorlagen und Protokollen einzuplanen. Jede Mitarbeit in einem weiteren Ausschuss oder in einer Beauftragung bringt weiteren Zeitaufwand mit sich.

Link-Tipp: https://presbyteriumswahl.de