Der Thesenanschlag von Langenfeld – Ein ökumenischer Schulgottesdienst – Verbesserungsvorschläge und Wünsche der Kinder

Das Reformationsjubiläum war am 18. Oktober 2017 Anlass für einen gemeinsamen Schulgottesdienst der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef und Martin und der evangelischen Kirchengemeinde Langenfeld mit den Grundschulen an der Parkstrasse und Am Brückentor. Zuerst haben Pfarrer Andreas Pasquay und Pastoralreferent Detlef Tappen von ihren jeweiligen, oft konflikthaften Erfahrungen mit der anderen in Solingen und Düsseldorf in den1960er Jahren erzählt. Etwas davon konnten die Kinder nachempfinden, als sie danach konfessionell getrennt wurden: Katholiken nach rechts, Evangelische nach links!“ und quer durch die Kirche ein rotweißes Absperrband gezogen wurde. Die Osterkerze, die Christuskerze als Symbol des einen gemeinsamen Bezugspunkts der aller Christen brachte das trennende Band schließlich zum Schmelzen.

In einem nächsten Schritt haben die Kinder in gemischten, katholisch-evangelischen Gruppen Verbesserungsvorschläge und Wünsche an die Kirche an eine Tür genagelt- wie damals Martin Luther in Wittenberg mit seinen 95 Thesen zur Reformation, zur Verbesserung der Kirche.

Die von den Kindern erarbeiteten Vorschläge, so das Versprechen der beiden Seelsorger, werden sowohl den örtlichen Leitungsgremien von Presbyterium und Pfarrgemeinderat bekannt gemacht als auch dem Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Woelki und dem Präses der Rheinischen Landeskirche Manfred Rekowski zugeschickt. Auf eine Antwort warten alle gespannt.

Fotos: Andreas Pasquay

Verbesserungsvorschläge und Wünsche der Kinder


(in ‚originaler‘ Rechtschreibung)

Liebe Kirche,
damit ich gerne eine Freundin und ein Freund von Jesus sein kann,
wünsche ich mir von dir
– Wir möchten ein bischen mehr beten. Wir möchten öfter Schulgottesdienst.
Leiser seien.
– Das Kinder gut Behandelt werden.
– mehr Aktionen, wir machen eigene Musik im Schulgottesdienst, mehr malen
mehr bewegung mehr lustige geschichten
– Mehr Geschichten aus der Bibel höhren
– mit Singen
– wir wollen in der Kirche übernachten
– Abentmal Feiern jedesmal die Orgel spieln ÖfterGottesdinst
– Glück, Das es mehr Frieden Gibt, Geborgenheit weniger trennungen, (hungersnöte, Geldnöte ect) weniger Katasrophen, mehr Liebe,
– Das mann Freundlich zusammen ist.
– Freude, Gesundheit, LOVE, Glück – respekt vor meinen mitmenschen.
– das Kinder Respekt folbeHandeltwerden
– Öfters die Orgel spielen Auch mal oben sitzen
– Wir möchten ein bischen mehr beten.
– Freunde botschaft
– Ruhe im Gottesdienst*mehr Aktionen im Godi mehr Lustiges /
mehr Lachen im Godi
– Das es weiterhin gemichte Schulen gibt und es egal is ob mann Katohlich,
Evangeliche oder nicht gedauft ist.
– mehr Chorlieder – mehr Lieder singen – gut miteinander umgehen –
dass wir uns nicht streiten
– sich Einfach aus einander gehen mit einander spilen. Wir Hören zu. Net sein.
– dass ich in der Kirche nicht traurig bin – dass es leise ist – mehr Liebe Worte – dass es egal ist aus welcher Kirche wir sind.
-mehr Schulgottesdienst nur Lieder abundzu Spiele spielen
auch mal rausgehen
– Freundlich, gutzuhören, hilfbereit, Regeln, sichan Regelnhalten,
– das Alle sich gut fatragen.
– das nicht nur die Katolischen kinder in die Kirche gehen.
-viel Gesundheit, vil glück, viel Segen. Super Tag.
– Mer Lider singen.
– das die Evangelichen und katolischen sich nicht wehtun
und zusammen zur Schule gehen.
– Süßichkeiten vorat, Film gucken, vertrauen, Diener, Popcorn
– Hübscher Essenstand, Mehr Bilder Von Jesus, Streichelzoo, Trinkstand.
– Frieden, Liebe, Kein Wald Brand, Freude, Leben, Gesundhaet Glück, Spass.
– wir wünschen uns dass es mehr Frieden gibt. Mehr Team arbeit
und weniger Streit!
– mehr Vertrauen und Respekt.
– Effergelisch und Kahtolisch zsusammen sind
– Das die Fenster tiefer sind damit man durchgucken kann.