Bibliodramatage mit Prof. Dr. Gerhard Marcel Martin

Prof Dr. Gerhard Marcel Martin ist einer der Väter des Bibliodrama in Deutschland und ist seitdem in Zusammenarbeit mit Künstlern, Pädagogen, Psychologen und Theologen maßgeblich an der Entwicklung des “Bibliodramas” als ganzheitlichem mehrdimensionalem Zugang zu biblischen Texten beteiligt. Von 1975 bis 1982 war er Studienleiter an der Evangelischen Akademie Arnoldshain. Von 1982 bis 2007 war er Professor für Praktische Theologie an der Philipps-Universität Marburg. In den Jahren 2006–2008 war er Gastprofessor an der (buddhistischen) Otani University Kyoto in Japan. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: mehrdimensionale Hermeneutik religiöser Texte und Riten. Bibliodrama. Spiritualität. Dialog: Theologie / Tiefenpsychologie / Ästhetik. Interreligiöser Dialog, besonders: Christentum – Judentum -Buddhismus.

Wann: 18. – 21. Februar 2016
Wo: Erlöserkirche, Hardt 23, 40764 Langenfeld (Immigrath)

Vortrag: „Buddhismus Krass“ Donnerstag, 18. Februar 2016 in der Erlöserkirche um 20 Uhr

Buddhismus krassDer Buddhismus ist, auch hierzulande, seit vielen Jahren ein fester Begriff. Die meisten Menschen kennen ihn mehr oder weniger und viele beschäftigen sich sogar intensiv mit seinen diversen Strömungen. Denn DEN Buddhismus gibt es nicht, genauso wenig wie es DAS Christentum oder DEN Hinduismus gibt. Vielmehr haben sich aus der Urlehre des Siddharta Gautama eine Vielzahl von Lehren entwickelt.
Fast unbekannt ist bis Heute eine Spielart des Buddhismus, die sich in Japan großer Verbreitung erfreut, aber außerhalb dieses Landes nicht annähernd so beliebt erscheint wie der Zen Buddhismus und zwar der ‚Reine Land Buddhismus‘, des Jōdo-shū-Buddhismus, der nahezu ohne komplizierte Theorien oder Praktiken auskommt und in den Jahren 800-1200 von einfachen Wandermönchen dem einfachen Volk näher gebracht wurde.
Die Bezeichnung krass, bezeichnet diese Art der Religion als elementar, grell, ungeschönt und ausgesetzt. Die Gruppe dieser Wandermönche, die Hijiri, waren klerikale Outlaws, die ihre Bestimmung nicht in mönchischer Abgeschiedenheit, sondern im Gespräch mit dem einfachen Volk sahen: Keine Rangordnungen, keine weltliche Einflussnahme, die Hijiri waren Wanderprediger im ursprünglichen Sinne und in diesem Sinne absolut kompromisslos. Darin gleichen sie in gewissen weise der Wanderpredigerbewegung um Jesu von Nazareth.

Information:
Andreas Pasquay, 0 21 73 – 2 23 54,
Sigrid Tietjen (Meditationskreis) 0 21 73 – 8 07 84
Ausklang bei Brot und Wein – Freier Eintritt – Spenden am Ausgang (gerne gesehen)

Grafik: Prof. Dr. Gerhard Marcel Martin

heilig : unheilig – was alles am Altar geht – Bibliodrama-Workshop mit Gerhard Marcel Martin
in der Erlöserkirche
Freitag 19. Februar 2016, 19 – 22 Uhr
Samstag 20. Februar 2016, 10 – 18 Uhr

Workshop AltarDer Altar – Ort des Geschehens (was immer ES auch sein mag): Mitte und Dreh- und Angelpunkt. „Betrete ich wirklich ‚heiligen Boden‘, wenn ich mich ihm annähere? Was ist, wenn ich dann die Schuhe n i c h t ausziehe?“
Das Bibliodrama experimentiert mit verschiedensten Verhaltensweisen am Altar und setzt sich dem Heiligen (Un-Heiligen) elementar aus. („Was passiert, wenn ES passiert?“) Grundlage dabei sind Bibeltexte um Altare im Ersten Testament (Gideon – Richter 6; Jakob – 1. Mose 28; Der neue Tempel – Ezechiel 43)
Teilnehmerbeitrag: 50 €
Information und (bitte) frühzeitige Anmeldung:
Andreas Pasquay, 0 21 73 – 2 23 54, andreas.pasquay@kirche-langenfeld.de

Foto und Grafik: Andreas Pasquay

‘Wenn ich mir selber näher komme, komme ich Gott näher’ oder ‘Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen’ (Röm 5,5)
Abendmahlsgottesdienst am Sonntag Reminiscere
Sonntag, 21. Februar 2016 um 11 Uhr
Zusammen mit Pfarrer Andreas Pasquay wird Prof Dr. Marcel Martin den Gottesdienst mit Abendmahl in der Erlöserkirche leiten und in diesem Gottesdienst auch die Predigt halten.

 

 

Foto: Prof. Dr. Gerhard Marcel Martin