Bibliodrama

O Haupt voll Blut und Wunden EG 85 – Bibliodrama zu Jes 50,6, Mt 27,29 und Röm 9,32
Es ist das bekannteste der evangelischen Passionslieder … und hat doch eine lange Vorgeschichte (weit in die mittelalterliche Frömmigkeit hinein). In der Betrachtung des leidenden ‚Schmerzensmannes‘ erlebten die Gläubigen eine tief empfundene innige Nähe zu jenem Gottessohn, von dem sie Erlösung und Gnade erhofften. Wer heute Bilder von notleidenden Menschen – etwa in den Kriegs- und Hungergebieten – sieht, erspürt eher Abscheu, Zorn oder das Bedürfnis nach solidarischer Hilfe. Zuweilen sogar (ver)führt die Betrachtung sogar zu abstruser Lust. In den Kirchen und Gemeinden ist die drastische Darstellung des Gekreuzigten oft zum Anstoß geworden (in gewissen Sinn hatte Paulus da gar nicht so Unrecht Röm 9,32). Gerade darum aber gilt es jenem tiefen Erschaudern vor der Realität des Leides nachzugehen, die sich dann im Ostergeschehen in die Freude der Auferstehung hinein öffnen will. Ob sie es aber auch kann …?
Pfarrer Pasquay lädt ein zur kreativen Bibelarbeit in der Passionszeit am Donnerstag, den 11. April um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche.

Layout: Andreas Pasquay