Bibliodrama – was ist das bloß?

Andreas Pasquay

Pfarrer Andreas Pasquay, Lehrbibliodramatiker in der Gesellschaft für Bibliodrama, beschreibt in 10 Sätzen, was Bibliodrama bedeutet:

1. Gemeinsame Arbeit am biblischen Text mit „HERZEN,MUND UND HÄNDEN“.
2. Lust und Freude an KREATIVEN FORMEN, an Tanz, Spiel und Klang.
3. Den ‘TEXT als RAUM’ entdecken, in dem Begegnung zwischen Glauben und Leben glaubhaft lebt.
4. Den TEXT als GRUND wahrnehmen, der einen geschützten Stand sichert und so ungewöhnliche Schritte ermöglicht.
5. Eine Brücke zwischen eigener Biographie und der TEXT-GESCHICHTE finden.
6. Biblische Bilder in BEWEGUNG kommen lassen und ihnen bewegt begegnen.
7. Alte Bilder neu malen und NEUE GEDANKEN in ALTEN FORMEN wiederfinden.
8. Mut zur IMPROVISATION.
9. Arbeit in geschütztem Raum der GRUPPE und in qualifizierter, kompetenter Begleitung.
10.BIBELARBEIT als GOTTES-DIENST, als Gebet und als Ausdruck ihrer/seiner selbst vor Gott.
Wenn Sie sich noch intensiver mit der Arbeit des Bibliodramas beschäftigen möchten, können Sie die internet-Seite der Gesellschaft für Bibliodrama besuchen oder auch einen Blick auf die Titelseiten der Zeitschrift werfen, die von der Gesellschaft herausgegeben wird (bitte haben Sie beim Anklicken der Titelseiten etwas Geduld – die Datei ist relativ groß.).

Bibliodramreihe 2013 / 2014

Was denn, wie denn … wo denn ???

Vom gebrochenen Charme des ‚Apostolikums‘

„Ich glaube an … !“ Fast automatisch stehe ich im Gottesdienst auf. Es ist wie ein fester Ritus. Viel Nachdenken muss ich da nicht. Ich weiß ja, welche Worte jetzt kommen. Ohne viel nachzudenken spreche ich sie mit – Sonntag für Sonntag: „ … Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer …“ Worte reihen sich an Worte – gewichtige Worte (so scheint es!). In gleichmütig (gleichgültig?) gemurmeltem Ton spricht sie die Gemeinde. Nur die Konfirmanden drücken sich zuweilen gerne – haben sie den Kirchentext doch noch nicht ganz gelernt. Was soll’s?!

Aber – mit Recht fragen sie: „Warum soAn die ‚heilige, christliche Kirche glauben‘ – oder besser gleich aus ihr austreten? Schon Goethe erkannte sie als „Mischmasch aus Irrtum und Gewalt“. Die aktuell wieder steigenden Austrittszahlen (aus beiden Konfessionen) verraten eine ähnliche Haltung. Auch wenn man/frau sich hier nicht in den Chor der Kirchenkritischen einreiht und durchaus Kirche als Heimat erlebt – an sie glauben: Wie geht denn das? Und – was wäre Kirche wirklich, würde ich an sie glauben?

Im Bibliodrama am 15. Januar (in direkter Zusammenhangslosigkeit zur Kurienpredigt von Papst Franziskus) verfolgen wir zwei spannende Spuren: Einmal leitet sich das Wort Kirche vom griechischen ‚Kyrios‘ (Herr) ab und kennzeichnet alle die, die sich zu ‚Kyrios christou‘ zählen – und da spielt der Glaube plötzlich wieder eine große Rolle. Und zum zweiten proklamiert Paulus in Gal 3,26 die Einheit aller, die sich Christus zugehörig fühlen: „Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.“

Das zwölfte Bibelgespräch zum Glaubensbekenntnis zusammen mit Pfarrer Andreas Pasquay führt am Donnerstag, den 15. Januar 2014 um 20.00 Uhr zu einer neuen Sicht der Kirche.

ll ich diesen Text lernen?“ – einen Text, dessen Worte sie nicht verstehen, dessen Inhalt vergangen, dessen Sprache unverständlich und dessen Theologie zum Teil wenigstens überaus fragwürdig geworden ist (auch wenn sowohl Josef Ratzinger als auch Margot Käsmann höchst bemerkenswerte Positionen dazu veröffentlicht haben).

Antworten wie „Das ist doch die zentrale Zusammenfassung unseres christlichen Glaubens“ oder „Mit diesem Bekenntnis leben wir die weltweite Ökumene“ befriedigen zumindest die Jugendlichen (aber auch kritisch denkende MitchristInnen aller Schattierungen) wenig bis gar nicht. Gegenfragen wie „Wieso gehört die ‚Jungfrauengeburt‘ ins ZeBibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?!
Donnerstag 26. Juni 2014, 20 Uhr – Erlöserkirche
8. Teil „…aufgefahren in den Himmel.“ntrum unseres Glaubens?“
oder „Wieso ‚bekennen‘ die Evangelischen die ‚christliche‘, die Katholischen dagegen aber ‚die heilige-katholische‘ Kirche – und was ist daran ökumenisch?“ sind zumindest erlaubt.

Gerne weichen wir in unseren Gottesdiensten auf andere – modernere – Glaubensbekenntnisse (Bonhoeffer, Iona) aus. Aber das kann nun auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein

NEIN – es gilt das Glaubensbekenntnis (speziell das Apostolische) auf Herz und Nieren zu prüfen. Und was kann für uns Evangelische dazu besser geeignet sein, als die Heilige Schrift als Maßstab und Messlatte. Grundsätzlich ist zunächst einmal festzuhalten, dass das Apostolikum nicht in der Bibel steht, auch wenn es in vielen einzelnen Äußerungen auf Texte der Bibel zurückgreift.

Sein Ursprung hat es in der Taufpraxis der ersten Christengemeinden in Rom. Dort gab es Glaubensformeln, denen die neuen Christen bei ihrer Taufe im Gottesdienst zustimmen mussten. Dieses ursprüngliche Taufformular wuchs und wurde immer wieder und wieder ergänzt. Es waren Ergänzungen, die in der Regel theologische oder kirchliche Auseinandersetzungen als Hintergrund hatten. Diese sollten durch die Autorität des so erweiterten Apostolikums beendet werden. Karl der Große gebrauchte es, um das Christentum in seinem karolingischen Großreich grundsätzlich zu legitimieren. Erst im Zeitalter der Reformation wurde es sowohl für die alten (römischen) als auch für die neuen (evangelischen) Kirchen als maßgeblich festgesetzt (aber eben mit den kleinen, aber feinen Unterschieden).

JA – es lohnt sich nach der Wahrheitsrelevanz der einzelnen Formulierungen zu fragen – und dabei die Bibel als Maßstab heranzuziehen. Denn das ist ja im Grundsatz ein Kennzeichen unserer Art und Weise ‚evangelisch‘ zu leben. Dann wird das Mitsprechen der einzelnen Zeilen differenzierter und einfacher sein – weil ihm dann ein grundsätzliches Verstehen zugrunde liegt. Wobei – ehrlich gesagt – es auch erlaubt ist, einzelne Textpassagen, die man/frau für sich problematisch empfindet auszulassen, bzw für sich umzuformulieren. Mir persönlich geht dies beim Stichwort der ‚Jungfrauengeburt‘ so. Besser – ich spreche einen liturgischen Text hinter dem ich stehen kann ‚fröhlich, fromm und frei‘, als dass ich einen liturgischen Text eben nur mitspreche, eben weil er scheinbar zentral, ökumenisch und agendarisch ist. Das entspricht übrigens auch dem eigentlichen Ursprung des Apostolikums als öffentliches Glaubensbekenntnis im Gottesdienst der frühchristlichen Gemeinde.

Dazu wird es 2013/2014 im Rahmen der Bibliodramaarbeit an der Erlöserkirche einmal im Monat einen Abend geben, an dem einzelne kritische Passagen des Apostolikums auf ihr biblisches Fundament abgeklopft werden. Sie werden dazu im GeMEINdebrief jeweils einen kleinen thematischen Beitrag finden. Zu diesen Abenden ist jede/r Interessierte herzlich eingeladen. Bitte sprechen Sie mich an, wenn Sie daran Interesse haben.

Pfarrer Andreas Pasquay

(andreas.pasquay@kirche-langenfeld.de)

Bibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?!
Donnerstag 26. Juni 2014, 20 Uhr – Erlöserkirche
8. Teil „…aufgefahren in den Himmel.“

Foto / Layqut: Andreas Pasquay

Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! 1. Teil – 12. September 2013 20 Uhr

Bibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! – Donnerstag,
12.September 2013, 20 Uhr – Gemeindezentrum Erlöserkirche-Hardt 23
1. Teil “Ich glaube an GOTT, den Vater, den Alxlmächtigen…”

Vom Himmel her erklingt der Gesang der Engel (Offenbarung Johannes 15,1-4) und preist den Ewigen: „Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott!“ Auf Erden und in der biblischen Tradition haben es vor allem Abraham und Hiob mit dem ‚Allmächtigen‘ Gott zu tun. Dagegen in den Evangelien und allen Berichten um Jesus, den Menschensohn fehlt dieser Begriff völlig. Das macht nachdenklich. Was bekennen Christen eigentlich, wenn sie sich zum ‚Allmächtigen‘ bekennen? (All)Macht und Ohnmacht‘ sind die Themen des ersten Bibelabends zum Glaubensbekenntnis.

Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! 2. Teil – 31. Oktober 2013 20 Uhr

Bibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! – Donnerstag,
31.Oktober 2013, 20 Uhr – Gemeindezentrum Erlöserkirche-Hardt 23
2. Teil “…. und an Jesus Christus, seinen eingeborenen….”

GottesSOHN, MenschenSOHN … ‚Sohn von ??? und dann noch „eingeboren“ (Johannes 3,16). GOTT als den ‚Vater‘ – neben den klassischen Urvätern Abraham, Issak und Jacob – kennt schon das erste Testament (Jesaja 63,16), GOTT aber liebevoll, zärtlich „Väterchen – Abba“ zu nennen, das wagt erst Jesus selber (Markus 4,36) Aber: wagen wir es auch – als ChristInnen – in ‚seiner Nachfolge‘ (Gal 4,6)? GOTT „Vater!“ zu nennen, fällt vielen Menschen sicherlich schwerer als Jesus Christus „Bruder!“ zu rufen. Zu sehr ist der ‚Vater-Begriff‘ – oft biographisch – geprägt (im Guten wie im Schlechten). Dennoch – das Wort ‚Vater‘ ist in der Bibel zu zentral (1660 Nennungen in beiden Testamenten), als dass man(n) es so ohne weiteres ‚ersetzen‘ könnte.Vater & Sohn‘ ist das Thema des zweiten Bibelabends zum Glaubensbekenntnis.

Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! 3. Teil – 28. November 2013 20 Uhr”

Bibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! – Donnerstag,
28.November 2013, 20 Uhr – Gemeindezentrum Erlöserkirche-Hardt 23
3. Teil „…empfangen durch den heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria … “

„Jungfrau – oder – junge Frau“ … das ist hier die Frage. Es ist wohl die umstrittenste Formulierung des Apostolikums, an der sich heute die meisten ChristInnen (zurecht ??) reiben. Und dann die Ökumene … ? Die Kirche hält seit der Lateransynode anno domini 649 die ‚unbefleckte Empfängnis‘ Jesu für heilsnotwendig. Selbst die reformatorischen Kirchen hielten an der Jungfräulichkeit Mariens vor der Geburt Jesu fest, während der römisch-katholische Kirche 1854 selbst die unbefleckte Empfängnis Mariens (also nicht nur Jesu) zum Dogma erhob. Daran scheiden sich wirklich die Geister (und die katholisch-streitbare Theologin Uta Ranke-Heinemann musste aus ihrem Lehramt ausscheiden). Was aber sagt die Schrift selber – und wie – können (und dürfen) wir jene wunderbar-rätselhafte Erzählung vom Besuch des Engels bei Maria (Lukas 1,26-38) für uns entdecken, verstehen und annehmen? Im Kontext dazu steht auch der matthäische Bericht über die Akzeptanz der überraschenden Schwangerschaft Marias durch Joseph (Matthäus 1,18 ff).Worum geht es also eigentlich (in jenen vorgeburtlichen Familiengeschichten des Jesus von Nazareth): um den Sohn, die Mutter, den Vater … oder eben doch den ‚heiligen Geist‘?

Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! 4. Teil – 9. Januar 2014 20 Uhr

Bibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! – Donnerstag,
9.Januar 2014, 20 Uhr – Gemeindezentrum Erlöserkirche-Hardt 23
4. Teil „Jesus Christus … geboren …“

Kann das denn sein: GOTT wird MENSCH? Vermischt sich da nicht etwas – g r u n d s ä t z l i c h? Geht das denn überhaupt – und wenn „Ja!“ … „Wie denn ?“ Ziehen wir einmal alles Übermenschlich-himmlisch-verzückende der Weihnachtsgeschichten ab (was ja gerade das ‚Göttliche‘ an diesem Ereignis insbesondere festlegen und zementieren möchte), bleibt schlicht und ergreifend eine gefährdete Geburt eines Babys unter erschwerten hygienisch-sozial-familiär und politischen Bedingungen. Sein Lebenskampf beginnt schon in jener Nacht, in der wir (traditionell) die Engelschöre singen hören. Wer ist also ‚GOTT‘, wenn er nicht als ‚Übermensch‘, sondern als Mensch geboren wird. Und ist Jesus als ‚MENSCH‘ wirklich nicht mehr (wert) als wir alle, die wir doch gleich ihm einst von unserer Mutter ‚geboren‘ wurden.

Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! 5. Teil – 6. Februar 2014 20 Uhr”

Bibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! – Donnerstag,
6. Februar 2014, 20 Uhr – Gemeindezentrum Erlöserkirche-Hardt 23
5. Teil „…gelitten unter Pontius Pilatus …“

„Das tut mir leid …!“ Wenn das so einfach wäre. Leiden ist nicht gleich Leiden, besonders dann nicht, wenn Leiden zum Tode führt. Für grenzenloses Leid machen wir oft (und gerne) GOTT selber verantwortlich. Was aber ist, wenn GOTT selber solch Leid erlitten hat. An wen wenden wir uns dann, um einen geeigneten ‚Sündenbock‘ zu suchen? Wer ist schuld am Leid (wenn nicht Gott)? Und wer ist schuld am Leiden Christi? Und gibt es ein Leiden – ohne Schuld? Die Schwerstkranken im Hospiz des Antoniterklosters in Isenheim schauten von ihren Kranken- und Sterbebetten auf das berühmte Gemälde Matthias Grünewalds, das den Leidenden Christus zeigt … und empfanden darin Trost.

Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! 6. Teil – 6. März 2014 20 Uhr

Bibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! – Donnerstag,
6. März 2014, 20 Uhr – Gemeindezentrum Erlöserkirche-Hardt 23
6. Teil „…hinabgestiegen in das Reich des Todes.“

Bis 1971 hieß dieser Passus des Apostolikums noch „ … niedergefahren zur Hölle!“, was diese Textzeile als Teil des Glaubensbekenntnisses noch rätselhafter macht. Auch wenn wir nun seit Sartres ‚Geschlossener Gesellschaft‘ wissen, dass „die Hölle die ‚anderen‘ sind“ – bleibt die Frage, was denn Jesus nun in den drei Tagen nach seinem Kreuzestod gemacht hat. Der 1. Petrusbrief umschreibt, dass Jesus „den Geistern im Gefängnis predigte, die vorzeiten nicht glaubten zu den Zeiten Noahs, da man die Arche zurüstete“ (1. Petr. 4,6). Was also ist der Auftrag, das Programm Jesu Christi in jenem ‚Reich des Todes‘ – und führt er wirklich alle – a l l e – von dort zum Licht? Wer bleibt also ‚auf der Strecke‘, wenn Christus, der auferstandene Gekreuzigte selbst die Bühne des Todes durchschreitet?

Foto und Bearbeitung: Andreas Pasquay

Bibliodrama in der Karwoche – 14. bis 16. April 2014 jeweils 19.00 – 22.00 Uhr

„ … hatte ein Glas mit kostbarem Salböl“ (Mt 26,7)
„Du sollst! Du musst! Du kannst! Du wirst!“ Sätze wie diese engen den Lebens(Liebes)raum ein und nehmen die Luft zum Atmen. Freiheit sieht anders aus. Die Bibel verweist auf wertvolle Alternativen – etwa in der Geschichte von der Salbung in Bethanien. Etwas tun, das nicht sofort einen ‚Sinn & Zweck‘ erfüllt … und das doch voller Kraft, Sinn(lichkeit) und Gnade ist: Die Frau mit dem kostbaren Salböl der Narde (Mt 26) ‚tut es einfach‘. Und Jesus sagt von ihr: „Sie hat ein gutes Werk an mir getan.“ Tun wir es ihr nach – sinn- und zweckfrei – und zugleich voller innerer Kraft … im BIBLIODRAMA in der KARWOCHE 2014.
Den Rahmen bilden die wunderbar feinen, sinnlichen Glasobjekte und Zeichnungen von Brigitte Kleyn-Altenburger im KunsTraumKirche 2014.
Das Bibliodrama in der Karwoche findet an drei aufeinander folgenden Abenden in der Erlöserkirche, Langenfeld-Immigrath statt: Montag, der 14. April (19.00 – 22.00 Uhr), Dienstag, der 15. April (19.00 – 22.00 Uhr) und Mittwoch, der 16. April (19.00 – 22.00 Uhr). Um eine frühzeitige Anmeldung wird herzlich gebeten.
Der Materialkostenbeitrag ist 40 €. Die Leitung hat Pfarrer Andreas Pasquay, Lehrbibliodramatiker GfB, andreas.pasquay@kirche-langenfeld.de, 0 21 73/2 23 54

Foto und Bearbeitung: Andreas Pasquay

Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! 7. Teil – 15. Mai 2014 20 Uhr

Bibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! – Donnerstag
15. Mai 2014, 20 Uhr – Gemeindezentrum Erlöserkirche
7. Teil „…am dritten Tage auferstanden von den Toten …“

Kernstück des Glaubens: die Osterbotschaft. Ohne die geht es nicht („Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich!“ 1. Kor.15,14 – so Paulus in seiner ‚Denkschrift‘ zur Auferstehung im 1. Korintherbrief) … oder doch?! Kann ich an GOTT glauben ohne den ‚auferstandenen Christus‘ im Herzen und im Sinn zu haben? „Rhetorische Frage ?!“ – „Ja!“ – aber was zeigt uns gerade der Auferstandene von dem GOTT, dem wir vertrauen?
Gemeinsam mit Pfarrer Andreas Pasquay befragen wir dazu den zentralen Ostertext Lukas 24,1-12 am siebten Bibelabend zum Glaubensbekenntnis am Donnerstag, den 15. Mai um 20.00 Uhr in der Erlöserkirche.

Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! 8. Teil – 26. Juni 2014 20 Uhr

Bibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?!
Donnerstag 26. Juni 2014, 20 Uhr – Erlöserkirche
8. Teil „…aufgefahren in den Himmel.“

‚Himmelfahrt‘ – oder doch besser nur ‚Vatertag‘. Das wäre doch (allen ?!) einsichtiger. Ist es aber nicht! Das eingängige Bild von den Füssen (Christi) in den Wolken reicht nicht aus, um jener unwirklichen Szene auf dem Ölberg (Apostelgeschichte 1,1-14) unweit von Jerusalem Wirklichkeit zu verleihen. Es bedarf dazu schon der „Kraft des heiligen Geistes“ (Apg 1,8), um aus einem letzten Abschied eine Öffnung nach vorne – in die Zeit der Kirche – hinein werden zu lassen. Denn schließlich hat Christus auch verheißen „Ich bin bei euch alle Tage bis ander Welt Ende“ (Taufbefehl Mt 28,20).
Im achten Bibelabend zum Glaubensbekenntnis rührt die Reise durch den biblischen Text nahezu ‚bis an den Himmel‘ – am Donnerstag, den 26.Juni um 20.00 Uhr in der Erlöserkirche.

Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! 9. Teil – 21. August 2014 20 Uhr

Bibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?!
Donnerstag 21. August 2014, 20 Uhr – Erlöserkirche
9. Teil „…sitzend zur Rechten Gottes“

Also doch: „Jesus Christus herrscht als König … Alles ist ihm untertänig“ (EG 123) In der ersten großen Predigt des Petrus nach dem Pfingstfest (Apostelgeschichte 2,34ff) hämmert der ‚Fürst der Apostel‘ es stakkato artig in Herz, Sinn und Gemüt seiner Zuhörerschaft: „Ihn den ihr gekreuzigt habt, hat GOTT zu Eurem König erhöht. Und seinen Feinden setzt er seinen Fuß in den Nacken. Sie werden zu ‚Schemeln unter seinen Füssen‘ (Ps 110,1). das hört man gern – besonders dann, wenn man sich auf der richtigen Seite wähnt. Was aber … wenn nicht ?!
Welchen Status hat wohl der Menschensohn im himmlischen Hofstaat. Wie wird er handeln: absolutistisch, demokratisch … oder gar (auch dort) revolutionär?
Der neunte Bibelabend zum Glaubensbekenntnis versucht zusammen mit Pfarrer Andreas Pasquay einen Einblick in die ‚himmlischen Verhältnisse‘, von denen zumindest Berthold Brecht in seiner Dreigroschenoper sagen kann, dass sie „gar nicht so sind (wie sie sind)“

Bibliodrama und Kalligraphie – Besinnungstage mit Zeiten der Stille 03.09. – 07.09.2014

EINKEHRTAGE

Aufatmen und Ruhe finden in der Gegenwart Gottes – das ist der Sinn von Einkehrtagen. Sie sind eine Zeit des Abstands vom Alltäglichen, der Erholung an Leib und Seele. Darüber hinaus dienen sie der inneren Erneuerung. Während dieser Tage wird erholsames Schweigen, gleichsam ein Fasten an Worten, eingeübt.
Den Rhythmus bestimmen die Tagzeitengebete in der romanischen Klosterkirche und in der Franziskus-Kapelle des Hauses der Stille. Die thematische Arbeit am Vormittag und am Nachmittag sowie Impulse für die persönliche Stille helfen, die eigene Lebenswirklichkeit im Licht Jesu Christi wahrzunehmen.
Auf Wunsch kann ein seelsorgerliches Einzelgespräch in Anspruch genommen werden. Die Natur des Harzes und viele zauberhafte Orte im Klostergelände laden zum Spazierengehen und Verweilen ein.
Wir feiern in diesen Tagen täglich das heilige Abendmahl: Denn Christus selbst gibt uns, was wir brauchen, um gestärkt weiterzugehen in unseren Alltag.
Weitere Informationen siehe Besinnungstage im Haus der Stille Drübeck

BIBLIODRAMA-Tage mit Heidemarie Langer vom Freitag 26. bis Sonntag 28. September 2014

Plakat Blickkontakte_bearbeitet-1

Ich freue mich sehr, Heidemarie Langer aus Hamburg vom 26. – 29. September in der Erlöserkirche willkommen heißen zu können. Sie ist Bibliodramatikerin (der ersten Stunde), Theologin, Gestalttherapeutin, Autorin und mir persönlich eine sehr wertvolle Wegbegleiterin und Lehrerin.
Am Freitag, den 26.09. um 19.00 Uhr wird Heidemarie Langer in der Erlöserkirche ihr neustes Buch „Blickkontakte – ungewöhnliche Begegnungen mit Jesus“ in einer Lesung mit Konzert vorstellen. Den musikalischen Part übernimmt hier die wunderbare experimentelle Solo-Sängerin Rena Meyer-Weil. Der Eintritt beträgt 8/10 €.
Zu ihrem Buch schreibt Prof. Marcel Martin (PraktischeTheologe) in einer der Rezensionen: „Mit und an Evangelienpassagen breitet Heidemarie Langer einen Text-, Zitaten- und Ideenteppich aus, gewoben aus älteren und neuen bibliodramatischen, therapeutisch-seelsorgerischen, energetisch leibhaftigen und theologischen Entdeckungen“
„APOSTOLICUM – ganz & gar“ ist das Thema eines ganzen Bibliodramatages mit Heidemarie Langer am Samstag, den 27.09. von 10.00 bis 18.00 Uhr in der Erlöserkirche. Während wir uns in der Bibliodramareihe „Glaubensbekenntnis aktuell“ mit jeweils einzelnen Zeilen des Apostolikums beschäftigen, liegt der Focus an diesem Tag auf dem ganzen Text.
Das Apostolikum als GANZES – ein spiritueller Durchgang durch den ‚TEXT der TEXTE‘ zusammen mit Heidemarie Langer, einer der Ur-Mütter des Bibliodrama Anmeldungen bitte frühzeitig an andreas.pasquay@kirche-langenfeld.de: Der Unkostenbeitrag beträgt 40 €
Am Sonntag, den 28.9. schließlich wird Heidemarie Langer im Gottesdienst in der Erlöserkirche um 11.00 Uhr die Predigt halten. Dieser Gottesdienst gewinnt dadurch ein besonderes musikalisches Profil, da in ihm Kantor Sven Schneider zusammen mit seinem profilierten Projektchor die Bachkantate BWV 150, “Nach dir, Herr, verlanget mich” zur Aufführung bringen wird.

Freitag, 26.09. Lesung mit Konzert (Rena Meyer-Wiel) 19.00 Uhr 8/10 €
Samstag, 27.09. Bibliodramatag „Apostolicum ganz & gar“ 10-18.00 Uhr 40 €
Sonntag, 28.09. Gottesdienst mit Bachkantate 11.00 Uhr

Pfarrer Andreas Pasquay

Fotos und Layout: Andreas Pasquay

Mein Glaubensbekenntnis aktuell?! 10. Teil – 30. Oktober 2014 20 Uhr

Bibliodrama – Mein Glaubensbekenntnis aktuell?!
Donnerstag 30. Oktober 2014, 20 Uhr – Erlöserkirche
10. Teil „…zu richten die Lebenden und die Toten“

„Warte ab … bis Vater wieder nach Hause kommt. Dann wird’s was geben!“ Mit solch schreckenserregenden Drohgebärden wurden Generationen von Kindern in ängstliche Zucht und peinliche Ordnung gehalten. Die Strafe diente zur (scheinbaren) Besserung. Was aber, wenn es kein ‚Danach‘ mehr gibt? Die apokalyptischen-endzeitlichen Schriften (auch innerhalb der Evangelien) kennen ähnliche nicht mehr zu revidierende Härten und schreiben sie dem wiederkehrenden Christus zu, der einstmals dann die Schafe zur Rechten und die Böcke zur Linken (und damit zur ewigen Strafe) aussortiert. (Matthäus 25,31ff) Wie aber passt diese Endzeitvision zu demselben Jesus von Nazareth, der seinen ‚Vater im Himmel‘ als liebenden Vater pries und von dem das Wort überliefert ist „Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet“ (Matthäus 7,1)
Im zehnten Bibelabend zum Glaubensbekenntnis geht es zusammen mit Pfarrer Andreas Pasquay um nicht weniger als die Frage nach der ‚himmlischen Gerechtigkeit‘. – am Donnerstag, den 30. Oktober um 20.00 Uhr in der Erlöserkirche.
Grafik Andreas Pasquay

Mein Glaubensbekenntnis – aktuell ?! 12 – Donnerstag 20. November 20.00 Uhr

„ Ich glaube an den Heiligen Geist.“
Geisterglaube ist etwas anderes! Gewiss … ?! Oder doch nicht? Ob es das ‚weiße Wesen Wunderbar‘ ist oder der ‚Geist, der aus der Flasche‘ kommt, ob es der ‚Heilige‘ oder der ‚Geist der Wahrheit‘ (EG 136) ist – mit Geistern umgeben wir uns gerne. Sie sind schauerlich und schön … und sie „wehen, wo sie wollen“ (1.Petr. 2,21)
Ob über den Wassern schwebend (Gen 1,2) oder als Feuerzungen auf den Häuptern SEINER Lieben tanzend (Apostelgeschichte 2,3) – immer verweist der Geist auf eine höhere Potenz, die Kraft GOTTes – zumal er in der Nachfolge Regelung Jesu mit IHM (fast) gleich gesetzt wird (Joh 15,36). IHN kann man erleben, erspüren – und aus IHM leben … aber glauben?
Der Verdacht liegt nahe, dass dann aus dem lebendigen Geist GOTTes ein Geist der Dogmen und der Rechtgläubigkeit wird. Dagegen aber sagt Paulus „Wo der Geist Christi ist, da ist Freiheit!“ (2. Kor 3,17).
Das elfte Bibelgespräch zum Glaubensbekenntnis zusammen mit Pfarrer Andreas Pasquay führt am Donnerstag, den 20. November auf die Spur des Geistes.

Foto und Bearbeitung: Andreas Pasquay

Mein Glaubensbekenntnis – aktuell ?! 13 – Donnerstag 15. Januar 20.00 Uhr

„…die heilige christliche Kirche.“
An die ‚heilige, christliche Kirche glauben‘ – oder besser gleich aus ihr austreten? Schon Goethe erkannte sie als „Mischmasch aus Irrtum und Gewalt“. Die aktuell wieder steigenden Austrittszahlen (aus beiden Konfessionen) verraten eine ähnliche Haltung. Auch wenn man/frau sich hier nicht in den Chor der Kirchenkritischen einreiht und durchaus Kirche als Heimat erlebt – an sie glauben: Wie geht denn das? Und – was wäre Kirche wirklich, würde ich an sie glauben?
Im Bibliodrama am 15. Januar (in direkter Zusammenhangslosigkeit zur Kurienpredigt von Papst Franziskus) verfolgen wir zwei spannende Spuren: Einmal leitet sich das Wort Kirche vom griechischen ‚Kyrios‘ (Herr) ab und kennzeichnet alle die, die sich zu ‚Kyrios christou‘ zählen – und da spielt der Glaube plötzlich wieder eine große Rolle. Und zum zweiten proklamiert Paulus in Gal 3,26 die Einheit aller, die sich Christus zugehörig fühlen: „Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.“
Das zwölfte Bibelgespräch zum Glaubensbekenntnis zusammen mit Pfarrer Andreas Pasquay führt am Donnerstag, den 15. Januar 2015 um 20.00 Uhr zu einer neuen Sicht der Kirche.
Foto / Bearbeitung: Andreas Pasquay

Mein Glaubensbekenntnis – aktuell ?! 14 – Donnerstag 19. Februar 20.00 Uhr

„…die Gemeinschaft der Heiligen.“
Gemeinschaft 2„Haben wir nicht nötig …!“ sagen wir Protestanten oft ( und oft eben auch eingebildet). Denn insgeheim hätten wir sie ja doch gerne an unserer Seite – zumindest in unserem Sinn: Albert Schweitzer, Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther King, Frere Roger Schütz … und wie sie alle heißen. Aber – daraus den heiligen Albert machen (oder den heiligen Dietrich, den heiligen Martin oder gar den heiligen Frere Roger) ??? Und – sind wir nicht alle … ???
Wenn es stimmt, dass die Begegnung mit dem Heiligen aus Menschen Heilige werden lässt, dann ist das Bibliodrama zu 1.Tess 5,23 zu dem Pfarrer Andreas Pasquay am 19. Februar 2015 in die Erlöserkirche einlädt ein solcher Ort der ‚Heiligung‘ als sinnlich-kreativer Prozess: „Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“
Grafik: Andreas Pasquay