Bibliodrama – was ist das bloß?

Andreas Pasquay
Pfarrer Andreas Pasquay, Lehrbibliodramatiker in der Gesellschaft für Bibliodrama, beschreibt in 10 Sätzen, was Bibliodrama bedeutet:

  1. Gemeinsame Arbeit am biblischen Text mit „HERZEN,MUND UND HÄNDEN“.
  2. Lust und Freude an KREATIVEN FORMEN, an Tanz, Spiel und Klang.
  3. Den ‘TEXT als RAUM’ entdecken, in dem Begegnung zwischen Glauben und Leben glaubhaft lebt.
  4. Den TEXT als GRUND wahrnehmen, der einen geschützten Stand sichert und so ungewöhnliche Schritte ermöglicht.
  5. Eine Brücke zwischen eigener Biographie und der TEXT-GESCHICHTE finden.
  6. Biblische Bilder in BEWEGUNG kommen lassen und ihnen bewegt begegnen.
  7. Alte Bilder neu malen und NEUE GEDANKEN in ALTEN FORMEN wiederfinden.
  8. Mut zur IMPROVISATION.
  9. Arbeit in geschütztem Raum der GRUPPE und in qualifizierter, kompetenter Begleitung.
  10. BIBELARBEIT als GOTTES-DIENST, als Gebet und als Ausdruck ihrer/seiner selbst vor Gott.

Wenn Sie sich noch intensiver mit der Arbeit des Bibliodramas beschäftigen möchten, können Sie die internet-Seite der Gesellschaft für Bibliodrama besuchen oder auch einen Blick auf die Titelseiten der Zeitschrift werfen, die von der Gesellschaft herausgegeben wird (bitte haben Sie beim Anklicken der Titelseiten etwas Geduld – die Datei ist relativ groß.).

Klang-Raum ‚Bibel‘ – Bibliodramareihe 2018 / 2019

„Du meine Seele singe … wohlauf (und singe schön) EG 302 Selbst wenn vieles (alles?) im Argen liegen mag, ein Lied öffnet die eng gewordenen Herzen und neue (Lebens)räume entstehen – so erlebt und dichtet es Paul Gerhardt kurz nach dem 30-jährigen Krieg. Singen macht frei: „wohlauf!“ Singen öffnet die Seele: „Du meine Seele singe“ Singen führt dorthin, wo man/frau ‚zu Hause‘ ist: „Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.“ (Joseph von Eichendorf) Robert Schumann hat diese Worte in wunderbarer Weise vertont.

Alle drei – Paul Gerhardt, Joseph von Eichendorf, Robert Schumann und später auch Dietrich Bonhoeffer – wussten wo der Grund jener Lebenskraft liegt, die im Gesang zum Ausdruck kommt. „Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd …“ lässt Gerhardt seine Seele singen und Eichendorf ergänzt „Es war, als hätt‘ der Himmel die Erde still geküsst …“ Lieder, die die Seele öffnen gründen in vielen Fällen im lebensnahen Gottvertrauen („Wer Gott vertraut hat wohl gebaut im Himmel und auf Erden“ EG 660) und wurzeln damit – gut reformatorisch – in den Gedanken, Bildern und Texten der Heiligen Schrift. Oft sind es die Lieder, die wir im Herzen tragen (und nicht so sehr die biblischen Worte), die uns die Wurzeln unserer Frömmigkeit aufzeigen. Wir singen sie leise (und zuweilen auch gerne laut). Sie sind die ‚Ohrwürmer unseres Glaubens‘.

Diese Klang-Räume sind Lebens-Räume … sind Seelen-Räume. In ihnen wird der Atem weit und die Seele vergnügt („Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt …“ EG 369) Und ungeahnte – himmlische – Töne mischen sich ein … mitten in unsere Stimmen und Gesänge („Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, so lass uns hören jenen vollen Klang der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet, all deiner Kinder hohen Lobgesang.“ Dietrich Bonhoeffer EG 65)

Diese Räume gilt es aufzuspüren, zu erfassen und zu erleben – bibliodramatisch immer in Bezug auf die Bibeltexte, die den jeweiligen Liedern (und Gesängen) zugrunde liegen. Atemarbeit, Bewegung und Tanz, musikalische Impressionen und An-Klänge werden die gemeinsame Spurensuche des neuen Jahresprogramms BIBLIODRAMA 2018 begleiten. Ausgangspunkt der jeweiligen Abende ist jeweils ein Lieblingslied eines/r der Teilnehmenden. Dazu braucht es aber kein Vorwissen (und auch keine Sangeskunst – nur Sangesfreude)..

Pfarrer Pasquay (Lehrbibliodramatiker GfB, Bibliolog, Playing-Art) lädt dazu einmal im Monat an einem Donnerstagabend (20.- 22 Uhr) in die Evangelische Erlöserkirhe nach Langenfeld-Immigrath ein. Die Termine des zweiten Halbjahres 2018 sind: 20. September – 11. Oktober – 8. November – 13. Dezember

Info: Andreas Pasquay 02173/92 77 15 oder andreas.pasquay@kirche-langenfgeld.de.

Grafik: Barbara Warnik Layout: Andreas Pasquay

Aktuell 2019

Möge die Strasse uns zusammen führen (Irisches Segenslied) Bibelarbeit zu Jes 41,10 - Donnerstag 14. Februar 2019, 20.00-22.00 Uhr - Erlöserkirche Hardt 23

Das Lied erinnert an weit mehr, als (nur) an den letzten wunderschönen Urlaub auf der ‚grünen Insel‘ – ihre satte Weite, ihre lichte Höhe und den Sonnenschein, der so unvermittelt und unglaublich schön selbst dichteste Wolken und Regenschauer zu durchbrechen vermag. All das sind Bilder – und damit spielt der Liedtext des Langenfelder Liedermachers und Musiklehrers am KAG-Gymnasium Markus Pytlik bewusst – die verweisen auf GOTTes segensreiche Energie und Kraft, selbst wenn einem das Leben eher eng als weit, dunkel als licht und meist mit Not verhangen vorkommt. Segen kann selbst ein verwaschenes Grau grün machen – so behaupteten (erlebten und besangen) es die irischen Mönche – GOTTesfreunde, die alles andere als oberflächlich, esoterisch oder gar leichtsinnig waren, sondern gut verwurzelt auf dem Boden der Tatsachen standen: „May the road rise to meet you / May the wind be always at your back / May the sun shine warm upon your face / the rains fall soft upon your fields”
Auf die Suche nach einem solchen ‚Segen im (stürmischen) Alltag‘ lädt Pfarrer Pasquay ein zu einer kreativen Bibelarbeit zu Jesaja 41,10 am Donnerstag, den 14. Februar 2019 um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche.
Foto und Layout: Andreas Pasquay

Nun lasst uns gehen und treten (EG 58) Bibelarbeit zu Klagelieder Jeremia 3,26 und Römer 12,12 - Donnerstag 7. März 2019, 20.00-22.00 Uhr - Erlöserkirche Hardt 23

Nicht nur (gute) Bücher gliedern sich in Kapiteln – so auch das Leben (wenn auch nicht immer in literarisch-aufbauender Reihenfolge). Spannend – meist sogar lebens’notwendig‘ sind die Übergänge vom Einen zum Anderen. Wer sie nicht schafft, bleibt unwiderruflich hängen im Dickicht der Ereignisse und wird – ob kurz oder lang – scheitern. Übergänge wollen bewusst begangen, ja gestaltet sein. Schwellen wollen wahrgenommen, je beschritten werden. Türen sind dazu da, geöffnet (dann aber auch wieder gut verschlossen) zu werden. Das Lebensgefühl unserer Mütter und Väter kannte GOTT als verlässlichen Türöffner und Begleiter – gerade in diesen kritischen Phasen der Existenz. Wie aber steht es bei ‚uns‘ selber? Nehmen wir den EWIGEN überhaupt (noch) wahr, als „Hüter unseres lebens“ (EG 58,6), als ‚Gnadensonne‘ (EG 58,11) – als gegenwärtig wirksames Lesezeichen zwischen den Kapiteln unseres eigenen Lebens?
Zu diesen Fragen am Anfang des neuen Jahres lädt Pfarrer Andreas Pasquay zu einer kreativen Bibelarbeit ein am Donnerstag, den 7. März 2019 um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche.

Foto und Layout: Andreas Pasquay

O Haupt voll Blut und Wunden EG 85 - Bibliodrama zu Jes 50,6, Mt 27,29 und Röm 9,32 - Donnerstag 11. April 2019, 20.00 Uhr - Erlöserkirche, Hardt 23

Es ist das bekannteste der evangelischen Passionslieder … und hat doch eine lange Vorgeschichte (weit in die mittelalterliche Frömmigkeit hinein). In der Betrachtung des leidenden ‚Schmerzensmannes‘ erlebten die Gläubigen eine tief empfundene innige Nähe zu jenem Gottessohn, von dem sie Erlösung und Gnade erhofften. Wer heute Bilder von notleidenden Menschen – etwa in den Kriegs- und Hungergebieten – sieht, erspürt eher Abscheu, Zorn oder das Bedürfnis nach solidarischer Hilfe. Zuweilen sogar (ver)führt die Betrachtung sogar zu abstruser Lust. In den Kirchen und Gemeinden ist die drastische Darstellung des Gekreuzigten oft zum Anstoß geworden (in gewissen Sinn hatte Paulus da gar nicht so Unrecht Röm 9,32). Gerade darum aber gilt es jenem tiefen Erschaudern vor der Realität des Leides nachzugehen, die sich dann im Ostergeschehen in die Freude der Auferstehung hinein öffnen will. Ob sie es aber auch kann …?
Pfarrer Pasquay lädt ein zur kreativen Bibelarbeit in der Passionszeit am Donnerstag, den 11. April um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche.
Layout: Andreas Pasquay

Aller Augen warten auf Dich Herre EG 461 - Bibliodrama zu Ps 145,15.16 - Donnerstag 2. Mai 2019, 20.00 Uhr - Erlöserkirche, Hardt 23

In Erwartung leben … das ist mehr als ein Leben in Fülle (und mehr als das Leben, das wir im Allgemeinen und im Besonderen unserer Überfluss- und Wohlstandsgesellschaft zu leben gewohnt sind). Es ist der Blick von außen – beispielsweise der Blick eines Flüchtlingskindes auf die überladenen Auslagen eines Delikatessgeschäftes in Düsseldorf, der unsere Blicke schärfen sollte. Es ist die Wertschätzung eines einzelnen Apfels – und dazu noch als GOTTesgeschenk – die uns lehrt, ein ‚Leben in Erwartung‘ einzuüben. Die ‚Alten‘ wussten es noch und sangen (als Tischgebet) in der wunderbaren Liedkomposition des Heinrich Schütz „…du tust deine milde Hand auf und sättigest alles was da lebet, mit Wohlgefallen“.
Zu einem Bibliodrama des erwartungsvollen Lebens‘ lädt Pfarrer Pasquay ein am Donnerstag, den 2. Mai um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche.

Foto & Layout: A. Pasquay (Pixelbay)

Die güldne Sonne voll Freud und Wonne EG 449 - Bibliodrama zu Pred. 11,7, Micha7,7 und Jes 60,20 - Donnerstag 11. Juli 2019, 20.00 Uhr - Erlöserkirche, Hardt 23

GOTT schauen – und – die Welt sehen: Wie geht das zusammen (oder sind wir da etwa auf je einem Auge blind?) „Es ist das Licht süß, und den Augen lieblich, die Sonne zu sehen“ weis schon der Prediger (Pred 11,7), aber ist all das, was wir Menschen in unsrer Welt sehen „voll Freud & Wonne“ (EG 449,1)? Welche Brillen braucht es, um GOTT und die Welt zusammenzusehen (so wie es das Lied voll triumphaler Freude nahe legt). Und – welche Sonnenbrillen und Scheuklappen müssten wir ablegen, um uns an einer solchen Sichtweise zu erfreuen? Vielleicht braucht es da besondere Seh-Hilfen: „Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und dein Mond nicht den Schein verlieren; denn der HERR wird dein ewiges Licht sein, und die Tage deines Leidens sollen ein Ende haben.“ (Jes 60,20)
Zu einem Bibliodrama der besonderen Sichtweisen lädt Pfarrer Pasquay ein am Donnerstag, den 11. Juli 2019 um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche.
Weitere Lieder-Bibliodrama-Termine im 2. Halbjahr sind: 12.09. / 10.10. / 14.11. und 12.12.

Donnerstag 11.Juli 2019, 20.00 Uhr
Erlöserkirche, Hardt 23

Grafik: Andreas Pasquay

Der Mond ist aufgegangen - Bibliodrama zu Ps 8,4 Sirach 43,6-10, Micha 7,7 - Donnerstag 12. September 2019, 20.00 Uhr - Erlöserkirche, Hardt 23

Es ist eines der schönsten, schlichtesten und tiefsten Abendlieder unserer Kultur, das nicht nur stimmungsvoll unsere Seele und das (deutsche) Gemüt anrührt – sondern zugleich auch ganz deutlich den Menschen realistisch und ‚fromm‘ in seine von GOTTes Liebe gesetzten Grenzen verweist – bis dahin, dass am Ende alle scheinbare Selbstgefälligkeit dem Gedanken an den „kranken Nachbarn“ zu weichen hat. Erst wer den Mitmensch mit einbezieht, findet Ruhe, Frieden und einen guten Schlaf – ein Gedanke der angesichts aktueller politischer Irrungen und Fremdenfeindlichkeit mehr als nur ‚geboten‘ erscheint. Was bringt uns Menschen – wirklich – einen ‚guten Schlaf‘, in welchem wir ruhen und Kraft schöpfen dürfen (und darin GOTT nahe sind) … fragt Pfarrer Andreas Pasquay und lädt ein zur Bibelarbeit.

Foto: Pixabay
Layout: Andreas Pasquay

Wach auf, wach auf du deutsches Land EG 145 - Bibliodrama zu Jer 22,29, Eph 5,14, 1.Thess 5,6-11 - Donnerstag 10. Oktober 2019, 20.00 Uhr - Erlöserkirche, Hardt 23

Ein Bußlied, ein Wächterlied – ein Mahnruf: Ursprünglich auf einen Impuls Martin Luthers reagierend ruft es dazu auf, das Erbe der Reformation nicht im politischen Klein-Klein der politischen Alltagswirren nicht leichtfertig zu verspielen, zu verkleinern oder gar ganz zu verraten. Es ist eines der wenigen – klaren – politischen Lieder der Reformation. Was aber drohen wir – in unserer (nachsäkularen) Zeit ‚leichtfertig‘ auf’s Spiel zu setzen … und … wo drohen wir (in Kirche und Gemeinde) in den allzu süßen Schlaf der scheinbar Gerechten zu verfallen? Wo gilt es wachsam zu sein und das ‚Wächteramt der Kirche‘ (trotz allem Gegenwind) mutig und gott-bewusst wahr zu nehmen? Und – hat Kirche & Gemeinde (überhaupt) einen politischen Auftrag? Zu einer (selbst)kritischen Bibelarbeit lädt Pfarrer Pasquay ein am Donnerstag, den 10. Oktober 2019 um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche.

Foto: Pixabay
Layout: Andreas Pasquay

Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel der kommt EG 153 - Bibliodrama zu Offenbarung 21 - Donnerstag 14. November 2019, 20.00 Uhr - Erlöserkirche, Hardt 23

Kurt Marti (1921 – 2017) der große christliche Lyriker und Pfarrer aus der Schweiz hat dieses Gedicht, in dem er die Gegenwart des Ewigen aus der Zukunft der Unendlichkeit mitten in das eigene Leben im ‚Hier und Jetzt‘ holt als (er)mahnende) Hoffnung geschrieben: Das Himmelreich auf Erden ist ‚da‘ – „wenn die Liebe das Leben verändert“. Wie gut, dass dieses Gedicht Eingang in das Gesangbuch gefunden hat.

Was aber heißt es konkret – für jeden/jede Einzelne und was für Konsequenzen im Denken und handeln kann diese Hoffnung haben?. Zu einer Bibelarbeit der konkreten Hoffnung lädt Pfarrer Pasquay ein am Donnerstag, den 14. November 2019 um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche.

Foto: Heidemarie Langer
Layout: Andreas Pasquay

Archiv 2018

„Du meine Seele singe“ Bibelarbeit zu Ps 146 und EG 302 - Donnerstag 25. Januar 2018, 20.00-22.00 Uhr - Erlöserkirche Hardt 23

Kraftvoll – vielleicht sogar enthusiastisch – regt Paul Gerhardt die menschliche Seele an, das Gotteslob zu singen, sich frei zu machen von allen Vorbehalten, Ängsten und Widrigkeiten, die ein Menschendasein knechten, klein und unscheinbar machen. Der Dichter traut es dem Menschen zu, dies wirklich zu tun – und zwar aus dem tiefinneren Spirit eines gesunden Gottvertrauens.

Was aber ist mit diesem Gottvertrauen – hier und heute? Reste finden aufgeklärte Christinnen und Christen des 21. Jahrhunderts womöglich nur noch in den Gospel- und Hallelujasingers, die man zwar gerne beim Autofahren hört, aber im Grunde genommen gar nicht mehr weiß, was die da eigentlich singen.

Foto: Zara Zoe Gayk, Volker Raettig Layout: Andreas Pasquay

„Ja, ich will euch tragen“ Bibelarbeit zu Jes 46,4 und EG 380 - Donnerstag 15. Februar 2018, 20.00-22.00 Uhr - Erlöserkirche Hardt 23

„Älter werden ist, wie auf einen Berg steigen; je höher man kommt, umso mehr Kräfte sind verbraucht; aber umso weiter sieht man.“ sagte Ingmar Bergmann. „Älterwerden ist nichts für Feiglinge.“ ergänzte Joachim Fuchsberger. Was ist mit den Kräften, wenn sie sich verändern? Haushalten und/ oder nach anderen Kraftquellen Ausschau halten, was ist angesagt? Man sagt ja auch, dass Menschen im fortschreitenden Alter religiöser werden. Aber stimmt das? Die Bibel spricht von einer anderen Kraft, die den Menschen sein Leben lang trägt, stützt und prägt. Um dieser Kraft und wie sie einem im Alter begegnet, gemeinsam auf die Spur zu kommen, lädt Pfarrer Andreas Pasquay ein.

Foto und Layout: Andreas Pasquay

„Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich - Bibliodrama zu Röm 8 und EG 351“ - Donnerstag 22. März 2018 - 20.00 Uhr
Bibliodrama

Woher diese große Sicherheit? Paulus und Paul Gerhardt bezeugen es ohne ‚Wenn und Aber‘: „Nichts kann uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn“ (Röm 8,39 / EG 351,6) Dabei – und das ist das Schöne an diesem großen Glaubenslied – endet das Ganze in positiver Tonlage „Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein“ (EG 351,13) Also ganz das Gegenteil des sonst so düsteren und schmerzverliebten Protestantismus. Eine solche positive Gelassenheit – trotz aller ‚Mächte und Gewalten‘, die einem das Leben schwer und die Seele sauer machen können – ist das Ziel der bibliodramatischen Spurensuche, zu der Pfarrer Andreas Pasquay einlädt.

Donnerstag 22. März 2018, 20.00 Uhr
Erlöserkirche, Hardt 23

Foto (Documenta 2017) & Layout: Andreas Pasquay

„Alles hat ein Ende, nur …!“ von der Lust (ohne Frust) zu arbeiten Bibliodramawochenende zwischen Ästhetik und Psychodrama - Freitag/Samstag 6./7. April 2018, Uhr - Erlöserkirche Hardt 23

BibliodramaGotteslohn, Fleißkärtchen oder … ein gutes Glas Wein!
Gerade das Thema ‚mit Lust (ohne Frust) arbeiten – und dies sinnlich und effektiv (und dabei auch mal ‚Fünfe gerade sein lassen‘) beschäftigt besonders in Zeiten der Spardebatten und Kürzungsorgien unserer Kirche sehr. Wie leicht wäre es, da die Flinte ins Korn zu werfen. Aber- das Gegenteil ist angesagt: Schonungslos fröhlich und mit einem Lied (vielleicht sogar mit einem Gotteslob) auf den Lippen – und zugleich mit Gewinn und Freude – zu arbeiten … wir meinen, das ist (!) gut möglich. Zweifel aber dürfen dabei durchaus erlaubt sein … denn entscheidend ist ja, was hinten herauskommt – im Weinberg Gottes.

Zu einem Bibliodramawochenende in der Erlöserkirche laden ein:
Pfarrer Andreas Pasquay und Bernd Fichtenhofer, Dipl. Päd., Psychodramaleiter und Lehrbibliodramatiker aus Berlin (mit welchem ich auf acht evangelischen Kirchentagen jeweils Großgruppenbibliodramen geleitet habe).

Freitag 6. April 2018, 18.00 – 21.00 Uhr
Samstag 7. April 2018, 10.00 – 18.00 Uhr
Erlöserkirche, Hardt 23

Kosten: 40 € Anmeldungen erbeten unter
andreas.pasquay@kirche-langenfeld.de 02173/9277-15
Foto und Layout: Andreas Pasquay

„Geh aus mein Herz und suche Freud“ - Bibliodrama zu Mt 6, 25ff, Ps 104 und EG 503 - Donnerstag 24. Mai 2018, 20.00-22.00 Uhr - Erlöserkirche Hardt 23

Es ist die Sehnsucht nach dem Sommer, nach Glück, Zufriedenheit und einem Leben, das sich sorglos frei und in Gottes guten Händen geborgen weiß … welches diesem Lied Paul Gerhards eine nach wie vor ungetrübte Popularität verleiht. „Sommerlied“ – so hat er es auch genannt in der Erstauflage der ‚Praxis pietatis‘ (1653). Dabei sollte man sich aber vergegenwärtigen, dass gerade dieses Lied in Zeiten gedichtet wurde, in denen die Felder, Dörfer und Städte Deutschlands nach 30 Jahre Krieg mehr als verwüstet brach und zerstört darnieder lagen. Was also gibt dieser (Glaubens)zuversicht Grund und Boden – angesichts von Klimawandel und ökologischer Gefährdung heute … wenn sie nicht lediglich ein schöner Traum oder gar eine trügerische Phantasie zu sein scheint? Dieser Frage geht Pfarrer Pasquay in einer Bibelarbeit zu Ps 104 und Mt 6 nach, zu der er am Donnerstag, den 24. Mai um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche einlädt.

Foto und Layout: Andreas Pasquay

„Ihr Mächtigen, ich will nicht singen euren tauben Ohr“ - Bibliodrama zu Offenbarung 21 - Donnerstag 28. Juni 2018, 20.00-22.00 Uhr - Erlöserkirche Hardt 23

Keines der Lieder unserer Gottesdienste ist so sehr mit der Geschichte und dem Schicksal des jüdischen Volkes verbunden wie dieses: „Jikurz ruschaajim schel Sahaw“ (Jerusalem aus Gold) ist das Original aus Israel – nur wenige Tage kurz vor dem Sechs-Tage-Krieg1967 gedichtet. Und – unvergessen: In Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ singen die Nachkommen der befreiten ‚Schindlerjuden dieses Lied, als sie im Abspann über die Felder ziehen. In ökumenischer Weise ist es zu einem Lied geworden, das das ‚himmlische Jerusalem‘ als Ort grenzenloser Freiheit und Schönheit besingt. Aber … ist es nicht zu schön, zu friedlich – ja zu golden angesichts des nicht enden wollenden Nah-Ost-Konflikts, dem nicht enden wollenden rassistischen Antijudaismus (auch mitten unter uns) und den Zuspitzungen der Macht in den aktuellen Konflikten unserer Welt? Ist es „ZU SCHÖN, UM WAHR ZU SEIN?“ Pfarrer Andreas Pasquay lädt ein, sich diesen Fragen in einer Bibelarbeit zu dem Lied und Texten aus der Offenbarung Johannes 21 am Donnerstag, den 28. Juni um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche ein.

Foto und Layout: Andreas Pasquay

„Befiehl Du Deine Wege und was dein Herze kränkt …“ Bibliodrama zu EG 361 und Psalm 37,5 - Donnerstag 12. Juli 2018, 20.00-22.00 Uhr - Erlöserkirche Hardt 23

Blbliodrama„… der allertreusten Pflege, des der den Himmel lenkt!“
So konnte es Paul Gerhard zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (noch) voller GOTT-Vertrauen dichten und beten. Für ihn gab es die ‚Vorsehung‘ (Providentia dei), in die hinein er sich – mit den Seinen – bei allem Herzeleid, was das Leben ihnen auftrug getrost anvertrauen konnte. Religionskritisch angemerkt: GOTT ist m e h r , als ‚nur‘ der allgegenwärtig ewige ‚Strippenzieher‘ – und – persönlich gesprochen: Das Leben ist m e h r als ‚nur‘ die Aneinanderreihung vorherbestimmter Augenblicke und Momente. GOTT ist viel freier (gnädiger) als ein solch deterministisches Denken es zulassen würde – und – das Leben ist ebenso viel reicher und vielfältiger, als jede schicksalshafte Festlegung es zulassen würde. Paul Gerhard wollte mit seinem Lied(gedicht) ganz praktisch die Seinen seiner Zeit zu einem tätig-frommen Christentum (‚praxis pietatis‘) anleiten. Wie aber sähe ein solches Christenleben – hier und heute – aus, wenn aus einem schicksalsbestimmenden Herrgott ein ‚Gott der Gnade‘ würde? Die Bibelarbeit zu Ps 37,5 versucht zusammen mit Pfarrer Pasquay am 12. Juli um 20.00 Uhr in der Erlöserkirche dieser Frage nachzugehen.

Foto (Bienale) und Layout: Andreas Pasquay

„Wir strecken uns nach dir“ Bibliodrama zu EG 664 - Donnerstag 20. September 2018, 20.00-22.00 Uhr - Erlöserkirche Hardt 23

99 Namen kennt der Islam für GOTT … den 100. Namen zu kennen wäre eine Anmaßung. „Wahrlich, Gott hat neunundneunzig Namen, einen weniger als hundert. Wer sie aufzählt, geht ins Paradies.“ So weiß es der Prophet Mohammed: „Gott ist schön und Er liebt Schönheit”. Dem islamischen Weisen ist es mit auf den Weg gegeben, aus diesen Namen GOTTes eine Lebenshaltung zu entwickeln, die sowohl schön, als auch gut als auch gerecht ist.
Im Vaterunser beten wir „Dein Name werde geheiligt“ – aber welcher Name ist damit gemeint? Jesus nannte GOTT liebevoll „Abba“ – können wir Christen ihm darin heute (noch) folgen (Gal 4,6)? Mose erfährt den Namen seines Gottes im brennenden Dornbusch „Ich werde sein, der ich sein werde“ (Ex 3,14). Mystiker reduzieren ihre Gottesbegegnung im Gebet einzig auf die Nennung des GOTTesnamens – als wäre ‚alles in dem einen‘. Der Name – besonders der GOTTesname hat es in sich. Im auf die Spur zu kommen lädt Pfarrer Andreas Pasquay zu einer Bibelarbeit am Donnerstag, den 20. September um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche ein.

Foto und Layout: Andreas Pasquay

„Lobe den Herrn, meine Seele“ Bibliodrama zu Ps 103 und Gen 2,7 - Donnerstag 11. Oktober 2018, 20.00-22.00 Uhr - Erlöserkirche Hardt 23

„… und was in mir ist seinen heiligen Namen“ So lobt, preist und singt es der Psalmist und mahnt darauf auch gleich „und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“. Was aber i s t in einem Menschen, das ES i n einem GOTT loben, preisen und danken kann. Was (oder wer) ist die Seele? Die Seele ist der Grund, warum ein Mensch lebt. In der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments bläst Gott dem Menschen seinen Atem ein – und er atmet ebenfalls. Er ist jetzt belebt und „beseelt“ durch den Lufthauch Gottes, ein Geschenk der göttlichen Macht („Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase …“ Gen 2,7)
Ist die Seele also so etwas wie die ‚Brücke zu GOTT‘ – Anfang und Ende (und darüber hinaus)? Und: Ist darum ihre Hauptaufgabe, das GOTTeslob zu ‚verleiblichen‘ und somit zu ‚erden‘? Vorsichtig gilt es der Seele auf ihre Spur zu kommen, ist sie doch selber eine Spur GOTTes i n uns „… und was in mir ist seinen heiligen Namen“
Zu dieser Bibelarbeit lädt Pfarrer Andreas Pasquay ein am Donnerstag, den 11. Oktober 2018 um 20.00 Uhr.

Foto und Layout: Andreas Pasquay

Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (EG 673) Bibliodrama zu Lukas 2,14 - Donnerstag 8. November 2018 - 20.00 Uhr - Erlöserkirche Hardt 23

Wann ist es – wirklich – an der Zeit zu Jubeln?! Die gelungene Prüfung, der Abschluss der Ausbildung, das Wiedersehen nach langer Zeit, die überwundene Krankheit … oder (schlicht und zugleich ergreifend) ein ‚Sechser im Lotto‘? Im Übrigen (und ganz nebenbei): Wie geht das eigentlich, das ‚Jubeln‘ … und wer kann das denn noch so richtig und aus tiefem Herzen: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder … ?!“ (Mt 18,3) sagt Jesus in direkter Zusammenhangslosigkeit.

Das Lied „Ich lobe meinen GOTT“ verortet den Jubel (spezifischer Weise als eine Form des GOTTeslobes) gelingenden Momenten alternativen Lebens zu (statt Fesseln Freiheit, statt Schweigen Reden) und verknüpft es zugleich mit konkreten Handlungsanweisungen: „… damit ich lebe“. Wie konkret aber ist dieser Jubel als GOTTeslob wirklich – und – können/wollen wir ihn (noch) teilen?

Im auf die Spur zu kommen lädt Pfarrer Andreas Pasquay zu einer Bibelarbeit am Donnerstag, den 8. November um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche, Hardt 23 ein.

Foto: Volker Raettig
Layout: Andreas Pasquay

Tochter Zion freue Dich (EG 13) - Bibliodrama zu Off 19,7 und Mt 25 - Donnerstag 13.Dezember 2018 - 20 Uhr - Erlöserkirche, Hardt 23

Ein himmlische Fest steht an – das ‚Hochzeitsmahl des Lammes‘ (Off 19,7), zu dem sowohl die klugen als auch die unklugen Frauen geladen sind (Mt 25) (wobei die Frage offen steht, wer denn nun wirklich daran teilhaben wird) – in den Kirchen und Gemeinden jedoch bereiten sich ChristInnen auf das ‚himmlischste aller weltlichen Feste‘, das Weihnachtsfest vor. Händels ‚Tochter Zion‘ tönt dabei festlich aus aller Munde.
Was aber ist, wenn einem (dabei) gar nicht so ‚festlich‘ zu Mute ist … vielleicht weil er/sie gar nicht dabei sein kann (oder will) wenn der ‚milde König‘ kommt, dessen ‚Friedensthron ewig‘ steht – wohl aber irdisch mächtig ins Wanken gekommen ist. Das Bibliodrama, zu dem Pfarrer Andreas Pasquay in der (Vor)weihnachtszeit am Donnerstag, den 13. Dezember um 20.00 Uhr in die Erlöserkirche einlädt versucht einen gemeinsamen Weg durch Vorbehalte und Irritationen der Weihnachtsgestimmtheit hindurch, der zum echten, ursprünglichen Jubel der Töchter Zions führen soll.

Foto (Litauen) und Layout: Andreas Pasquay