Angekommen in der Ukraine: Glocken der Johanneskirche

Die Glocken der evangelischen Johanneskirche in Langenfeld werden Ostern 2019 wieder läuten. Im Dezember 2018 wurden die drei Stahlgussglocken aus der Johanneskirche ausgebaut und in einer Fachfirma in Gescher zwischengelagert. Die mit der Weiterverwendung des Langenfelder Geläuts beauftragte Glockenbörse teilte der Evangelischen Kirchengemeinde jetzt mit, dass die Glocken “nun endlich am Bestimmungsort in der Ukraine eingetroffen sind.” In der Kirche des Orthodoxen Klosters St. Georg in Kryve/Ukraine sind sie angebracht worden. “Für Sonntag ist das erste feierliche Läuten vorgesehen.”

“Wir können uns freuen, dass die Glocken weiterhin ihren Dienst tun”, sagt die stellvertretende Presbyteriumsvorsitzende Pfarrerin Annegret Duffe über den Transfer in die Ukraine. Zuvor war bereits die Orgel ausgebaut und an eine reformierte Gemeinde in Ungarn verkauft worden.

Die Abbrucharbeiten der evangelischen Johanneskirche zwischen Stettiner Straße und Dietrich-Bonhoeffer-Straße in der Stadtmitte sind weit fortgeschritten. Hier entsteht Platz für die geplanten Neubauten: ein neues, kleineres Gemeindehaus mit Saal, Küche und Büro sowie Wohnhäuser. “Das Presbyterium, das den Beschluss zum Abriss der Johanneskirche fasste, hat von Anfang auch den Gemeindehaus-Neubau geplant”, erklärte Pfarrerin Duffe. Bis das neue Haus für Gottesdienste und Gemeindearbeit bereit steht, finden an Sonn- und Feiertagen evangelische Gottesdienste im CBT-Haus St.Franziskus, Eichenfeldstr. 21, statt. Glocken läuten hier vom Band. (19.4.2019)

Fotos: M. Braun & S. Wamsiedler Glockenbörse GbR