Stabat Mater von Karl Jenkins als ökumenische Musikbrücke

Ökumenische Zusammenarbeit mit Kirchenhopping ist für die Chöre der evangelischen Erlöserkirche und von der katholischen Kirche St. Josef eine reizvolle Ergänzung in der vorausschauenden Konzertplanung. Bei der Suche nach neuen musikalischen Herausforderungen ist das gemeinsame Singen der Chöre eine gute Motivation – denn dort sitzt man unvermutet neben Bekannten, die man in der Kirche sonst nie treffen würde.

Esther Kim (evangelische Erlöserkirche) und Matthias Krella (katholische Kirche St. Josef) wollen das Langenfelder Publikum mit dem neuesten Projekt „Stabat Mater“ von Karl Jenkins an diesem Vergnügen teilhaben lassen.

Karl Jenkins (geb. 1944) ist in England neben John Rutter ein sehr bekannter Komponist für Vokalmusik. Er wurde kürzlich dafür von Königin Elisabeth zum Ritter geschlagen. Das „Stabat mater“ hat er 2008 komponiert, in Deutschland kann man Teile daraus regelmäßig in Sendern wie Klassik Radio hören.

Es ist die Verbindung sinfonischer Elemente mit Popmusik und neuer geistlicher Musik die den Zuhörer mitreißt; eine gelungene Fusion von eingängigen Melodien mit sakraler Musik. Jenkins Ansatz ist die Schaffung von „Weltmusik“. Durch den Einsatz von persischen Flöten und orientalischer Stilistik, in der eine der Solistinnen improvisiert öffnet sich dem Zuhörer eine ferne Welt. Einige der Sätze sind in mehreren Sprachen (hebräisch, griechisch und aramäisch) komponiert. In der aktuellen Flüchtlingssituation bekommt diese Musik unvermutet einen ganz neuen Stellenwert für das europäische Publikum.

Ein ungewöhnliches, mitreißendes und eindringliches Konzert, das mit einem großem Orchester zum Teil lautstark unterstützt wird. Es singen der Chor der Erlöserkirche und Kirchenchor an St. Josef, Solisten, Mitglieder der Bergischen Symphoniker. Leitung: Esther Kim und Matthias Krella.

Aufführungen: Sonntag, 6.3.2016, 17 Uhr in St. Josef, 40764 Langenfeld-Richrath & Sonntag, 13.3.2016, 17 Uhr in der Erlöserkirche, Hardt 23, 40764 Langenfeld
Eintritt: 15 Euro, Jugendliche bis 16 Jahren haben freien Eintritt, ohne Anspruch  auf einen Sitzplatz.
Kartenverkauf: bei den Chormitgliedern, Pfarrbüro St. Josef und an der Abendkasse

Foto: Hanna Paulsen-Ohme