Pfarrerin

Seit September 2012 ist Birgitt Horstmann-Knigge als Seelsorgerin in der LVR-Klinik Langenfeld tätig. Die Klinikseelsorge ist kein Neuland für sie, zuvor hat sie zehn Jahre lang in der gleichen Funktion in der LVR-Klinik in Bonn gearbeitet.

Pfarrerin Horstmann-Knigge wurde am Mittwoch, den 19. Juni 2013 durch den Superintendenten, Pfarrer Gert-René Loerken, in ihr Amt eingeführt.

Die gebürtige Oberhausenerin hat in Bonn, Hamburg und Wuppertal studiert. „Schon damals hatte ich den Wunsch, in der Psychiatrie zu arbeiten. Erste Erfahrungen konnte ich als Aushilfskraft in der Pflege auf einer Station der Alsterdorfer Anstalten machen“, sagt Birgitt Horstmann-Knigge.

Ihre erste Pfarrstelle hatte sie in Monheim, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie wohnt. Besonders genießt sie es, jetzt wieder eine Arbeitsstelle „quasi vor der Haustür“ zu haben.

Nach und nach hat sie durch Stationsbesuche und Angebote in der Kirche die Menschen in der Langenfelder Klinik kennengelernt. Sie ist für die Patientinnen und Patienten da, aber auch die Mitarbeitenden können sich an sie wenden. Bei den Patienten stehen immer wieder Sinnfragen im Vordergrund: Warum bin ich krank? Wie schaffe ich es, mit der Krankheit umzugehen?

„Das Vertrauen und die Beziehung wachsen mit der Zeit“, weiß die Theologin. Um möglichst viele Menschen anzusprechen, macht sie vielfältige Angebote: Gottesdienste, Offenes Singen und auch Meditatives Tanzen. Sehr wichtig ist ihr eine größere Öffnung der Klinikkirche hin zur Stadt und zu den Gemeinden. „Psychische Krankheiten sind mit einem Stigma behaftet. Es wäre schön, wenn zum Beispiel über Musik-und Kunstprojekte Begegnungen zwischen Kranken und Menschen von außen Normalität werden.“ Sie wünscht sich, dass die Klinikkirche wie jede andere Langenfelder Kirche wahrgenommen wird.

Und ein weiteres Projekt möchte sie angehen: „Ähnlich wie die Grünen Damen im Krankenhaus, möchte ich Ehrenamtliche für den Seelsorgebereich werben. Es geht oft einfach darum, Menschen zu besuchen und zu begleiten, Gespräche zu führen oder auch spazieren zu gehen.“

Foto oben: Volker Gutsmann
Portraitfoto: privat